Hl Abschn. in den neuern Zeiten. 5 zz
Das VI. Hauptstück.
Von den Entdeckungen und Schiffahrten derDänen im Norden.
Die Abkömmlinge der alten Normänner, welcheUvt einer Kühnheit die entferntesten Meere durchschiffet,welche noch nicht ist übertreffen worden, selbst bei denheutzutagigen großenHülfsmitteln derSchiffahrt; die mu--^en, da ihre weit gestreckte Ufer so viel vom Meere ein-Zeschloßen werden, da sie zum Theil auch blos aus demMeere durchs Fischen ihren Unterhalt gewinnen, mehrden der Schiffahrt verstehen, des Meeres mehr gewohntseyn, und sich an die kalten Gegenden und Witterungen"lehr gewöhnt haben, als alle andere Nationen. Mankan es auch nicht anders als mit Wahrheit bezeugen,daß die Einwohner von Norwagen und Dannemarksehr gute Seleute bis jetzt noch abgeben. Ihre Reisen"ach Grönland und Island waren am Ende des rgtenU"d Anfange des i zken Jahrhunderts noch die haupt-sächlichsten Seefahrten. Allein auch die nach Grönlandunterblieben zuletzt gänzlich.
I) Es war im Jahre 1564 im Kloster HelgafM'"Island ein blinder Mönch gelaßen worden, nachdemder Landvoigt bereits alle die Güter des Klosters zumputzen des Königs eingezogen hatte; der lebte sehrkümmerlich. Der Landvoigt lies ihn zu sich kommen,und erfuhr von ihm, daß er von seinen Eltern in Grön-land war in seiner Jugend ins Kloster verstoßen, imDsten Jahre feines Alters habe ihn der Bischof vonGrönland mit sich nach Dromheim in Norwegen zum^zbisthofe mitgenommen. Auf der Rückreise aber habeder Bischof ihn auf Island, in diesem Kloster Helgaf-gelaßen, welches im Jahre 1546 geschehen war.
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