§?4 Von d. Entdeckungen im Nord. Ill Abschtt.
Nun folgt ein Bericht von Grönland und dem KlosterSt. Thomas, darin er vor diesem gelebt; der dem voMZeni gegebenen in allein gleich ist, außer daß dieser nocheinige Fabeln dazu gemischet. Da man auch aus seinenReden so viel schließen zu können glaubte, daß manleicht könne durch das Eismeer nach China fahren,nahm der f.andvoigt ein Königlich Schiff, welches inIsland gcwintert hatte und mit allem nöthigen versehenwar, und schickte es nach Grönland. Sie fuhren denZisten März 1564 ab, und kamen den 2osten Aprilnach Grönland, allein sie kontsn wegen des Eises nickstlanden, und wegen der Tiefe konte» sie auch nicht amkern. Sie fuhren mit demVote anö Eis und klettertenüber dasselbe ans fand, wo sie am Ufer einen todtenGrönländer in seinem kleinen Bote fanden, auch von einemweißen Baren angefallen wurden, den sie aber erlegten.Bei entstandenem starkem Winde gingen sie wieder anBord und siegelten hierauf östlich von Island nach Nor-den, damit sie durchs weiße Meer in das tatarische Meernach Kathai kämen; allein das Eis hinderte sie, weiterfortzukommen, da sie denn den ibtenJuniuö nach Is-land zurückkamen. Diese Nachricht sieht in DithmarBlefkenß lckrinäia, live et mirabiliuM
gu>w in ea inlnlu ro^erümkur gocnratior Lelcn'^tio-I^ugä. kkit. Zvc, 1607.
ll) Köng Ehrisiian!V. von Dannemark sucht*auch die Kenkniß des alten Grönlands, welches seineVorfahren sonst beherrscht, wiederaufzufrischen, durcheine Entdeckungsreise, die er ausdrücklich nach diesenGegenden hin veranstaltete. Zu dem Ende lies er au^England und Schottland geschickte Piloten kommen(John Cunningham, James Hall, und JohllBttighr) Er lies drei Schiffe ausrüsten, und setzt*den Goteke Lindenau (Gottschalk) einen Dänischenvon Adel, zum Admiral über diese Schiffe. Welche