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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
553
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Hl. Abschn. in den neuern Zeiten. 5 5 Z

Die Meere find hier sehr kalt und zum Theil mit Eisbedecket. Man findet die Anmerkung bestätiget, daßder Ozean hie, selbst schon im Auguste und Septemberstiere, und daß er im Winter in einer Nacht mit etlicheZolle dickem Eise belegt werde. Es ist also nicht dasEis ein Produkt der Flüsse, sondern des Ozeans selbst.Die großen Schollen werden vom Winde eine über dieandere geschoben, und bilden also dicke und hohe Eis»klumpen. Allein es giebt mehrere Arten, wie sich dasEis anseht. Man kann nie sagen, dies ist die Art,wie die Natur verfahrt,' sie hat eine Mannigfaltig»keil von Mitteln zu ihrem Zwecke zu kommen, die derSterbliche nur allmählich lernt ausspähen. Im Ansän»8e des Winters ist der Ozean nicht so kalt, als im An»fange des Sommers nach dem dort sehr langen Win,ter. — Die Winde sind in dem kalten Eismeere sehr to-bend, und wenn sie über die Eisgefilde wehen schrecklichkalt. Die Ostwinde sind im Arktischen Kreise glerchsalshäufiger als die übrigen Winde. Dies ist auch schon inden antarktischen Polargegenden bemerket worden. DieNebel sind in diesen Gegenden sehr gewöhnlich und machendaher die Schisfarth gefährlich. Diese Nebel drückenalle Ausdünstungen, die sonst in die Höhe steigen würden,Weder und find daher dort häufig stinkend. — Die Ge»Witter sind in diesen Gegenden sehr selten, theils weil diehäufigen Nordlichte die elektrischen Ausdünstungen ver»zehren, weil die electrische Materie in einer mit ewigemSchnee bedeckten Gegend, von der nur weniger Sämeeauf einige Tagelang wegschmilßt, nicht kan von der Erdeaufsteigen, und sich zur Gewittcrmaterie sammlen.Das wenige, welches sich in Gewittern zeigt, ist aus denfeuerspeienden Bergen dieser Gegenden in die Lust getrie-ben. — Die vielen Nebel und Dünste, die zum Theilgefroren sind und die Luft erfüllen, dienen auch in diesenlegenden, eine Erscheinung häufiger und gewöhnlicher