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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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554 Von d. Entdeckungen im Nord. Ul Abschtl.

zu machen, als sie anderweitig ist: die Nebensonnenund Nebenmonde steht man im Norden sehr häufig, sodaß mehrere Reisende ihr Daseyn bemerket haben. Ebendiese häufigen Dünste der Atmosphäre dienen auch wohl»thätig diesen öden melancholischen Gegenden, das erfreu«liche Licht der Sonne beinahe 14 Tage eher über demHorizonte zu zeigen, als es ohne dieser Beschaffenheit deriuft möglich wäre, es verkürzet also die traurigen Nächte,und belebt die vom tödtenden Hauche des Winters gleich«sam erstorbene Natur.

Die belebte organische Schöpfung ist freilich in diesentraurigen Gegenden nur mit sparsamer Hand ausgetheilt.Nur wenige Pflanzen bedecken die Oberfläche des hicsi«gen Erdbodens, und diejenigen, welche die Natur den-selben noch freigebig geschenket hat, drücken sich so hart ander Erbe und fürchten sich gleichsam ihr Haupt von dermütterlichen Erde in die von Wärme ganz beraubte Luftzu erheben, um nickt dem tödtenden Hauche des Nord-undOstwindes ausgesetzt zu seyn. Selbst die Erde ist da nochungeschlacht und »»bereitet zum Empfange und Behau-sung der Pflanzen. Nackte kahle Felsen bieten ihre eiser«ue Stirne kühn und ruhig dem verheerenden Froste dar.Ein dickes Bette von Schnee deckt sie auch während deSgrösten Theiles des Jahres. Sie erhalten sich also langeunversehrt und »«verwittert. Regen, Winde und Wär-me, mit abwechselndem Froste; allein vornämlich die Wir«kung der Wärme und der Lufksäure dienen dazu, die fe«stesten Felsen in milden und warmen Gegenden allmahligaufzulösen. Die Luftsäure, von Wärme begleitet, dringt