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Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und Wirken interessanter Männer unserer Zeit, welche sich als Regenten, Feldherren, Staatsbeamte, Gelehrte und Künstler, in der Schweiz ausgezeichnet haben / von Markus Lutz
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Dürler, (Iost Taver,) Ritter deS St. Ludwig,»rdens, Oberst und L>auptmann bey der schweizerischenLeibwache in Frankreich / geb. zu Luzern aus einer altenadelichen Familie, 1746. Er wicdmere sich frühe den Was.k"r und kam im achtzehnten Jahr seines Alters, 1764, alSUntcrlieutenanr zu dem stanz. Schweizergarde . Regiment,

^ bey welchem seine Kenntnisse und seine Talente ihn schnell' emporsteigen ließen; denn schon im 1.1769 ward er Unter-' «idemajor, bekam 1776 Oberstlieutenants - Kommission, und' im I. 1780 die Kompagnie seines Schwiegervaters, desi Generallieutenants Barons von Zur- Lauben, bey der Schwel,i zergarde mit dem St. Ludwigskreuz. Nach der Auflösung' lind Entlassung der Schweizerregimenter aus stanz. Dien -, üen, kehrte er nach Hause zurück. Allein sein militärischer" Geist verstattete ihm nicht, in Ruhe zu bleiben. Als eüt.

' schicdencr Feind der feanz. Revolution bot er England seine' Dienste an, welche von dieser Krone angenommen wurden,l Im I. 1795 errichtete er in ihrem Solde, jedoch ohne Be-" lvilligung der eidgenössischen Stände, ein eigenes Regimenti Unter dem Namen von klo)--il-das aus Schwei-" irrn von verschiedenen Kantonen gebildet war, und seinenr Sammelplatz in der vorderöstreichischen Stadt Konstanz hatte.

" >^S wurde dasselbe nach Gibraltar zur Garnison bestimmt,

/ lvohjti eS seinen Marsch durch Italien genommen hatto,d ÜNterwegs zu Verona , im Jänner 1796, erklärte der fran-iösische Kron-Prätendent, Graf von Provence,

" ben Oberst Dürler zum Marechal de Camp, Nachdem er ihm' biete Zusicherungen von seiner Huld und Achtung für stink^ Verdienste gegeben hatte. Von Gibraltar kam sein Korps' Uach Eggten, wo er in. den ersten Tagen des Weinmonds' ^02, unfern der Pompejnssäule nahe bey Alexaridrien," im Z6. Altersjahr, erschöpft von Anstrengungen in den viel--^ Ulkigen Kriegsstrapazcn zn Wasser und zu Lande, starb, ohne' '6rr Vaterland, das er innig lieble, wiedergesehen zu haben.