o
66
ihm, und übergaben ihm zuerst das Notariat, dann dstKammererstelle, und endlich das Dekanat des WinierthurcyKapitels. Zwey vor öffentlicher Synode gehaltene Amtsre» ^den über den Religionszustand der zürcherschen Kirche ii> ^den Jahren i77i und 1781, und eine dritte Synodalredl ^über die Aufklärung, im I. 17S0, sind die einzigen liiert ^rischen Arbeiten, die er dem Drucke überlassen hat, die aberden christlichen sokraüschen Weisen in seiner Denkart, Bo 'urtheilungö. und Beobachtnngsweise hinlänglich in'S Lich> ^stellen. Feind von allen rauschenden Ergötzlichkeiten zog e< ^sich am Liebsten auf seine, in sehr viele Theile der Geloht ^samkeit einschlagende Bibliothek zurück, und beschäftigst ^sich zuweilen gerne in seinen ErholungSftunden mit einst ^beträchtlich angewachsenen Sammlung von Kupferstichen nist ^Zeichnungen. So wußte der vortreffliche Mann seine Zckzwischen der Fortsetzung von ernsthaften Studien und einst -edeln Liebhaberey zu theilen , bis er den Hornung I79iin seiner nützlichen Thätigkeit, vom Tode überrascht wurdr ^
-- be
Fäsch, (Joh. Ludwig-) Bildnißmaler von Basels ^geb. gegen die Mitte deS achtzehnten Jahrhunderts, studirb ^anfangs die Rechtswissenschaft, zeigte aber zugleich eck' ^wunderbare Geschicklichkeit, Bildnisse von bloßem flüchtigst ^Ansehen vollkommen ähnlich zu zeichnen, auch treffende K'U ^rikaturen zu entwerfen. Er arbeitete in Wasserfarben, inei§ ^in kleinen Figuren auf Pergament. Zu PariS hatre er vck ^len Umgang mit Schauspielern, nach welchen er eine Mein!' ^theatermäßiger Aktionen vorstellte, womit er sich einen ^ 7^großen Ruf erwarb, daß er den häufigen Bestellungen di>' ^von nicht genugthun konnte. Auch in England fand seist ^Arbeit vielen Beyfall, besonders da er Garrick in mehresthundert Stellungen abgebildet hatte. Er starb zn Pa^ ^im I. 1778. ^