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6/2 (1809) Geographisch-statistischer Abriss des Königreichs Westphalen ... / von G. Hassel
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106
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Westxhalea.

roü

n.

Wissenschaftliche Cultur

s. Zustand der Wissenschaften.

Der teutsche Norden hat sich von scher in der Lite»ratur ausgezeichnet; mit Ausnahme der schönen Künstegiebt es fast keinen einzigen Zweig des menschlichen Wis»sens, der nicht durch Wesiphalen oder in Wesiphalen a»Vollkommenheit und Ausbildung gewonnen hat. MancheFesseln, die den Geist in Fesseln hielten, wurden früherabgeworfen, als im teutschen Süden; das helle Licht derWahrheit gierig von den verschiedenen Akademie», die inseinem Schorfe blübeten, aus; große und allgemeine Ge-nies xaben den menschlichen Kenntnissen eine Richtung,und bereiteten ein Zeitalter vor, das sich kühn den Jahr-hunderten eines Plato und Sencka an die Seite setzendarf. , Wesiphalen ist zum Theil das Vaterland, zumTheil der Wirkungskreis eines Lütter , Thomasius,Leibnitz , Moshcim, Haller, Wolf, Baum gar-ten, Lessing gewesen, noch jetzt blickt Teulschland mitallgemeiner Achtung auf die Namen eines Hepne, Mül-ler, Henke, Blumen dach, Schlözer , die das Ei-genthum Westphalens sind. Besonders sind es die ernst-haften Wissenschaften, die unter der Pflege dieser Män-ner an Reichthum und Ausbildung gewonnen haben.

Freilich giebt es wenige Länder, wo mehrere Brenn,punkte des menschlichen Wissens auf einem kleinern Punkteconcentrirt sich fänden! In Wesiphalen blühen in einemUmkreise von etwa 20 bis 24 Meilen sechs Akademien»wovon zwei zu den berühmtesten Leutschlands gehören,