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6/2 (1809) Geographisch-statistischer Abriss des Königreichs Westphalen ... / von G. Hassel
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Wissenschaftliche Cultur.

fünf gelehrte und Kunstgesellschaften, und wenigstens ei>nige 40 größere Gymnasien und Pädagogien. Außer denUniversitätsstädten gab eS jedoch keine Stadt, wo dieWissenschaften von jeher mehrere Nahrung fanden als zuBraunschweig ; dies war die einzige Residenz, wo sie dieHuldigung eines Hofs empsicngen, der sich durch seine li-berale Denkungsart und den Schutz, den derselbe der Ge-lehrsamkeit anqedejhen ließ, jederzeit ausgezeichnet hatte,von Heinrich Julius bis auf Friedrich von Braun-schweig-OclS waren mehrere Fürsten dieses Hauses selbstSchriftsteller und Gelehrte. Was Braunschweiq für dieWissenschaften vormals war, war dagegen G-ssel in derMitte des achtzehnten Jahrhunderts für die Künste; dortlebtenJerusalem, Leisewitz, Eschenburg , Ebert,Zachariä, Römer und Lessing , hier die Tischbein,

Na h l, B ö ttn und andere Meister.

Die Zahl der in den verschiedenen Provinzen des Kö-nigreichs zerstreuten Gelehrten ist äußerer; entlich groß; diemeisten derselben gehören zwar dem Katheder an, aber auchaußer demselben finden sich Geschäftsmänner, die durch ihreSchriften auf den Geist der Nation wobltkätiq wirken.Hier nennen wir nur diejenigen, die in ihrem Fache vor-züglich auf die Dankbarkeit ihrer Zeitgenossen Anspruch ma-chen können.

Die Heimath der schönen Künste ist zwar Westyhalennicht! Sein nordischer Himmel ist so wenig für die Ent-wickelung der bildenden als zeichnenden Künste geschaffen, unddie Meister, deren Genius sich über ihr Zeitalter erhebt,find größtentheils aus einem den Grazien günstigern Klimadahin verpflanzt. Unter den jetzt dem Reiche angehorigenKünstlern zeichnen sich hauptsächlich Nadl der Ael»tcre und Nuhl ZU Casskl als Bildhauer Tischbein,Naht der Jüngere zu Caffel und Wejtsch sonst z» Salj-

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