Band 
Erster Theil.
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ALLGEMEINE BETRACHTUNGEN ÜBER WINKELMESSUNG.

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Libelle diesen auflinden, theils kann er völlig eliminirt werden, wenn Objectiv undOcular an die entgegengesetzten Enden des Cylinders gesteckt werden, und mandiesen dann umlegt, und von neuem beobachtet. Die Aufstellung eines solchenCollimators in der Ilorizontallinie des Meridiankreises wird daher ein eben so ge-naues als bequemes Hiilfsmittel für die fortwährende Prüfung der Constanz des In-struments sein; ja sie macht die Einrichtung der Libelle am Alhidadenkreise zumUmlegen völlig entbehrlich, und es kann diese wie bisher mit dem Kreise verbun-den bleiben. Die Bestimmung der Declinationen am Meridiankreise beruht auf demOrte des Pols, welcher aus den um 12 Stunden abliegenden Meridianörlern einesPolarsterns abgeleitet wird. Die Combination dieser beiden Oerler ist nur dannrichtig, wenn inzwischen keine Veränderung im Instrumente vorgegangen. Jener Ort desPols gilt nur dann für jeden zu anderer Zeit beobachteten Stern, wenn dasselbe derFall war, oder die Gröfse der Veränderung gemessen wurde. Daher die hoheWichtigkeit der beständigen Prüfung der Constanz des Instruments.

Die auf den Acquator projicirlen Distanzen der Himmelskörper, oder ihre Un-terschiede in gerader Aufsteigung, werden durch die Zwischenzeiten ihrer Durchgängedurch den vom Mittagsrohr beschriebenen Meridian gemessen. Die Uhr ver-tritt liier die Stelle des cingetheilten Kreises. Die Fehler in der Schätzung derTheilc der Zeitsccunde entsprechen den Ablesefehlern. Durch die Anwendung meh-reren Fäden gewinnt die Beobachtung des Moments eines Durchgangs einen sohohen Grad von Genauigkeit, dafs nichts zu wünschen übrig ist, und so giebt unsdie Zeit, selbst für Gestirne in der Nähe des Aequalors, eine bewunderungswürdigsichere Ortsbestimmung. Die 300° des Aequators werden durch den täglichen Gangder Uhr ermittelt. Aber die Gleichförmigkeit des Ganges der Uhr innerhalb 21Stunden ist die Bedingung für die Erreichung richtiger Bogen auf dem Acquator.Die Unregelmäfsigkeiten im Gange der Uhr binnen 24 Stunden entsprechen denTlieilungsfchlern des Kreises. Offenbar rühren diese Unregelmäfsigkeiten von einemEinflufse der Wärme her, wenn die Totalcompensation nicht völlig richtig ist: siemüssen daher ein von der Periode der täglichen Wärme abhängiges Gesetz befolgen.Die Methode der Bepclition läfst sich offenbar bei dem Gebrauche der Zeit nichtanwenden, wohl aber eine Messung die der auf verschiedenen Bogen eines Kreisesentspricht. Bestimmt man die A.R. Diflerenz zweier Sterne zu allen Jahreszeiten,so rückt, wenn wir das Moment der Culmination der Sonne für den Nullpunct derTheilung mischen, der Anfangspunct des Bogen durch die ganze Peripherie täglichfast einen Ovael zurück; die mittlere A.R. Diflerenz muls also frei von Coinpensa-