Band 
Erster Theil.
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BEOBACHTUXGSMETIIODEX.

und konnte so die Bestimmungen schliefsen. So hatte ich binnen 27 Stunden, wo-von 7 zur Beobachtung angewandt sind, Zeitbestimmung und vollständiges Azimuterreicht. Das gefundene Azimut des Absehen wurde durch den Ilorizontalwinkelzwischen Halljall und dem Absehen auf IIa 11 j all übertragen.

Was die Einstellung des irdischen Gegenstandes betrifFt, so wird ganz wie beider Messung der Dreieckswinkel verfahren. Für den Polarstern ward das obereFernrohr etwas voraus bewegt, das untere genau auf die Marke gestellt, und danndie Zeit abgewartet, wann der Polarstern in die Mitte der Ycrticalfäden durch dietägliche Bewegung hineintrat. Bewunderungswürdig genau Iiefs sich dieses Momentauff'assen, und zeigte dadurch, wie sichere Visirungen die Einstellungen in die Mittezwischen zwei Fäden geben. Sobald die Zeit nolirt war, wurde die Libelle abgele-sen, dann der Stand der 4 Verniere. Jetzt ward die Libelle umgestellt, und hattenun , bis die Einstellung des Sterns zum zweiten Male gemacht war, Zeit völlig in Buhe zukommen. Die Scale auf der Libelle trägt Zahlen, die von einer Hand zur andernfortlaufen. Der Stand beider Enden der Blase auf der Scale wird notirt, und istmit AVest bezeichnet, wenn die Zahlen der Scale von Ost nach West laufen undvice versa. Hieraus ergiebl sich sogleich, welcher Zapfen der höhere ist, nemlichder westliche, wenn das arithmetische Mittel der beiden Zahlen, wohinter AVeststellt, gröfscr ist, als das der Zahlen, wohinter Ost steht, und umgekehrt.

Die Formeln d<* = (0,0282. cos t. d« -f- sint. dJ). sec9 und B"A" = B A

+ I". tangb + K. (sccb1) zeigen, weil b immer nahe = <pist, dafs alle Fehler undCorrectionen zur Bestimmung des Azimuts mit den Secanten und Tangenten derlolhöhe multiplicirt in dieselbe eimvirken. Sie geben folglich den analytischenBeweis, dals die Bestimmung des Azimuts desto schwieriger wird, je gröfscr diePolllöhe ist. Geometrisch folgt dies daraus, dafs die Lage eines Kreises desto we-niger genau bestimmt ist, je näher die beiden Puncte, durch welche er gelegt wer-den soll, an einander sind.

ZEITBESTIMMUXG DURCH UNTERSCHIEDE DES AZIMUTS.

Die Veränderung des Azimuts eines Sterns ist am gröfsten bei seinem Durch-

^ *15^ COS J'

gange durch den Meridian, sie beträgt alsdann für jede Zeitsccunde- .^

wenn <p die Polhöhe, J die Declination des Sterns und z sein Schcitcl-

sinz

nbstand. Diese Bewegung beträgt für einen Stern, der den Meridian imsüdlichen Horizont berührt, 15".sin0; sic ist ferner 15" für einen Stern, dessen