Band 
Erster Theil.
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BEOBACIITUNGSAIETIIODEN.

südliche Declination 45°| <p; sie wird - für einen Stern im Aequator , und

wächst mm je näher der Stern dem Schcitelpunctc culminirt. Nördlich vom Scheitelnimmt die Azimutalbewegung in der Culmination äh bis zum Pole, in welchem sieverschwindet; wächst dann wieder bis sie im Nordhorizonte 15". sin$, der im Siid-horizonte gleich wird. Vergleicht man einen südlich vom Scheitel culminirendenFundamentalstem in der Nähe seines Durchganges mit dem Polarstern , so mufsder Azimulalabstand derselben sich sehr rasch ändern, wegen der langsamen Bewe-gung des letzteren, und folglich ein sehr geeignetes Mittel zur absoluten Zeitbestim-mung darbieten. Diese Aenderung wird auch noch immer bedeutend grofs bleiben,wenn der Fundamentalstem schon ein beträchtliches Azimut erreicht hat, und füralle Sterne, die den ersten Vertical erreichen, seihst in diesem noch 15". sinß be-tragen, desto gröfser, je gröfser die Polhöhe ist. Man beobachte daher abwechselndden Ort eines Fundamentalstems und des Polarsterns am Hoiizonlalkreise des Uni«versalinstrmnents, auf dieselbe AVeise, wie oben der Ort eines terrestrischen Objectsmit dem Polarsterne verglichen ist. Man sieht ein, dafs hier bei dem Fundamental-sterne ebenso der Stand der Libelle abgelesen werden mufs, wie beim Polarsterne,um auch für ihn den Ort wegen der Inclinafion verbessern zu können. Durch Be-obachtungen in beiden Lagen K.H. und K.L. werden alle constantcn Fehlerquellenelinünirt. So gewährt diese Methode dem mit tragbarem Instrumente versehenenAstronomen den Vortheil, dafs er zu jeder Zeit durch den Polarstern und einen'Fundamentalstem eine Zeitbestimmung erhält, die unter gröfseren Breiten fast ebenso, genau ist, als wenn beide Sterne im Meridiane selbst beobachtet wären, und so oftals beliebig wiederholt werden kann. Anstatt den Fundamentalstem unmittelbar mitdem Polarstern zu vergleichen, kann man jeden Stern getrennt mit demselben terre-strischen Objecte vergleichen, wodurch man den Vorihcil hat, dafs cs nicht ein Malerforderlich ist, dafs beide Sterne gleichzeitig sichtbar sind. Dieses letzte Verfahrenist von mir, wie oben schon erw'ähnt, in Hochland angewandt worden. Ich hatte,um die Beobachtungen hei Tage machen zu können, mir für die ausgewähl-ten Fundamentalsteme a. Tauri, Arcturus und « Ilerculis eine Tafel der Azimuteund Höhen um die Zeit der Culmination berechnet, und ein vorläufiges Azimut auseinigen Sextantenbeobachtungen der Sonne abgeleitet. Das von mir gebrauchteVerfahren gew ährt den Vortheil, dafs die Beobachtung des irdischen Gegenstandesgleich den fehler der Gesichtslinie zu erkennen giebt, der sich bei den Stcrnbe-ohachtungen mit der Veränderung des Sterns im Azimute -vermischt. Überdies ist

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