zu der Kraͤuterkenntniß. 95
Wenn man aus der Gegenwart der Eigenſchaf—ten einer angegebenen Pflanze ſchlieſſen ſoll, daß diePflanze in der Natur wuͤrklich die Pflanze in derNachricht ſey, ſo muß man dabey voraus ſetzen koͤn—nen, daß dieſe angegebene Eigenſchaften wirklich nurallein an der Pflanze, wovon die Nachricht redet,und an keiner andern im ganzen Pflanzen- Reiche,wo nicht jede beſonders doch alle ſaͤmtlich ſich finden.
Um eine ſolche Verſicherung von allen und jedenKraͤutern zu haben, muͤſſen nothwendig alle und jedemit allen und jeden zuſammen gehalten werden, diej tzo bekannte unter einander, und die taͤglich ſich fin—
dende neue mit denen vorher ſchon bekannten..
Dieſes iſt eine Arbeit, welche nicht jedermansSache iſt, ſondern ihren eigenen Mann erfordert,der ſie andern zum Dienſte, welche ſich an gewiſſenKraͤutern, deren Beſtimmung ihnen unentbehrlich iſt,beſchaͤftigen, mit den uͤbrigen aber weiter nichts zuthun haben, uͤbernehme.
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Dieſe ſeine Arbeit legt der Botaniſt in einemVerzeichniſſe dar, worinn er die Kraͤuter eines Lan—des, eines Garten, oder des geſammten Pflanzen—Reiches, vermittelſt Anfuͤhrung der vor jedes Krautausgefundenen unterſcheidenden Eigenſchaften, ein—traͤgt. Dieſes Verzeichnis wird brauchbar durch
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