Band 
Erster Band.
Seite
356
JPEG-Download
 

hed em d'cheis Fäfcli g'gäh, hat ihm nicht das We-nigste geschenkt.

Faßliegerig, Faßliegerung — Lager für Weinfässer.(L. A-)

Fassen r^. «ce. — binden, mit einem Bande versehen; vonBüchern; einfasse»/ einbinden (Entl. B- Ober!.); dieFasst, t) Einband eines Buches, wofür man auch dasGefäß sagt (Eull. B. Ober!.); 2) innerer Bettüberzug,der die Federn zusammcuhält, und über welchen die Bett-züge gezogen wird (L. B.). — Gefasset, g'fasset, von,Balge eines Fuchsen, wenn die Haare desselben ausgewach-sen sind, und ihre vollkommene Schönheit haben, und imweiter» Sinn, von Thieren, die wohl bey Leibe, vongehöriger Größe, und Fettigkeit sind- (L-B Obcrl.)

Zaßnachtfeuev?r. — brennender Pyramiden-ähnlicher Holzstoß,bey welchem die Jugend in wilden, fröhlichen Reihenherumwirbelt; eine Sitte, die jetzt noch zur Faßuachtzeitin mehrern Kantonen der Schweiz , besonders auf demLande, herrschend ist. S. Ebels Schilderung der GrbirgS-völker der Schweiz I. 3ä7. und Fragn,, über Lntl. II. 233.

Zaßnachten r-. ,r. mit haben — bachanalische Lustbarkeitenanstellen, oder mitmachen. (Dw. Zg. A- B.)

Fast tttL. — sehr; ein altes Wort, das schon bey Stryker,und in den Schwcizcrchronikcn häufig vorkömmt; z'fast,zusehr, über die Maßen; fester (als Comparativ), mehr,stärker. Er hed mi nid fester g'gürtet, weder derander, hat mich nicht starker, als den andern, geschlagen.

Vater-gut n. — väterliches Vermögen, im Gegensatze vonMuctergut, mütterliches Vermögen.

Vättcre /. — breites, rundes, niedriges Gefäß, welches demKäse seine erste Gestalt giebt, und dessen Boden ganzdurchlöchert ist; nur für kleine, magere Käse, die man