Herbstm. r687» den Vater, einen ebenfalls berühmtenGottesgelehrten, Franeiscus Turretin, verloren. DiePhilosophie studirte der junge Alphons bey Joh. RobertChouet, welcher auf der Genfer.Aeadcmie zuerst anfieng,den Acker der Philosophie von den Dörnen und Distelnder Scholastik zu reinigen. Zwischen dem Lehrer undSchüler entstand gar bald die engste Verbindung, welchenur der Tod zu trennen im Stand war. — In der Theo,logie hörte Alphons den Philipp Mestrczst, den Bene.Litt Pictet und Ludwig Tronchi». Im I. ,syr. vcr-thädigte er zu Leyden, unter Frid. Spanheims Vorsitz,eine Streitschrift cls l^rrkonilmo pomisicio , deren Baylein seinem Wörterbuche mit Beyfall erwähnt. * AusHolland gieng er weiter nach England. Daicidst lebteer einige Wochen in dem Haus des Bischoff Burnekszu Salisbury. Dieser empfahl m den gelehrtesten Män-nern, einem Loyd, Whitby, Allix, besonders auch demWilhelm Wake, Erzbischos zu Kanterbury. Mit diesenMännern unterhielt er hernach ununterbrochenen Brief.Wechsel, und von ihnen kernte er die freyere Lehrmethode.Aus England begab er sich nach Paris und studirte beyLonguerue die arabische Sprache.
Im I. 1694. kam er in sein Vaterland zurück, undzwey Jahre hernach trat er in das Collcgium der Stadt-prediger; wegen schwächlicher Gesundheit aber wollte erkein ordentliches Predigamt über sich nehmen, ungcacb.tet er oft genug predigte. Im I. 1697. ward für ihnein eigner Lehrstul der Kirchenhistorie errichtet. ZehnJahre lang besorgte er das academifche Rectorat mitansserordentlichrm Ruhm, den er sich unter anberm durchseine vortreflichen Reden erwarb. Auch hatte er grosseVerdienste um die öffentliche- Bibliorhcck. Jm J. 1705.
' S- Bayle Wörterbuch im Artikel Franz. Turretin, wieauch im Artikel Niesle.