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ler Kühnheit wurden von ihm einige wichtige Abändern»,gen in den Grundgesetzen des Staates durchgesetzt. Sosehr dem Anschein nach / die Gelehrsamkeit auf Museumund Cathedcr eingeschränkt ist, so vielen Einfluß hattennichts desto weniger zu allen Zeiten die zürcherischen Lch.rcrnuf die Regierung; unter andern vielleicht auch darum,weil sie nicht nur durch vertraulichern Umgang mit dengrossen Römern und Griechen die Seele ;um Gefühl derFreyheit erhoben, sondern auch weil sie vormals beynahedie einzigen, wenigstens die vornehmsten waren, die öffent-lich mit Nachdruck sprachen und schrieben.
Wenn es indessen befremdet, den gelehrten NaturforscherJacob Scheuch;« unter offnem Himmel auf dem Lmdcnhofan der Spitze des Volks zu sehn, so wird es n cht wem,ger befremden, ihn auf dem theologischen Kampfplatz zufinden. So sehr war damals noch Jedermann polemisch,daß auch dieser so tolerante Mann der Ausforderung .!-nes päpstlichen Kirchenritters nicht ausweichen konnte.Ein Jesuit von Luzern, Pater Joseph Sonnenberg, machsich breit mit zwo (wie er sie hieß,) gehörnten Schlußreden. Schriftlich forderte er Scheuchzern zur WitBie-gung auf. Da dieser hiezu keine Lust hatte, unterstandsich der Jesuit im I. 1719. unter angenommenem Nameneines Chorherr« Fifchmanns hierüber an den regierende«Bürgermeister in Zürich zu schreiben. Durch dieses wardder gute Scheuch;« zum Antworten verpflichtet. Es ent-stand ein weitläufiger Briefwechsel, woraus nicht wenigerdas menschenfreundliche vertragfame Herz unsers Scheuch-zers als die Energie seines philosophischen Kopfes hervor»stralt. Optsllcm lsne^ schriebt er unter anderm vom ;»Nvv. 1719. tu nun exacueretur serra in rs tsm psrvimumenti K ut 1'steslogomm unus slterum lupersre stups-tet licls, asritate, bonis operibus. Lreflit guisgue sbi»0«. eo, guaa crstit, rstionem recläitmus efl Leo»