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r» gestern kam Herr Doctor Scheuchzcx mit dem glatten» Kragen und dem Degen in ein Convent. Diesen Auf-„ zug wollten die Chorherren nicht leiden, sondern ihn„ ausstellen; er aber blieb; sie zankten sich lange; endlich„ ward das Convent auseinander gelassen, ohne geringste>, Berührung der Geschäfte." So kleinfügig und zugleichfeindselig war die Denkart seiner College», daß sie eswagten, Scheuchzcrs neue Lehren für profan, z. B- dascopcrnicanische System für atheistisch und die fchwammer,damischen Hypothesen für schlüpferich und libeninifch zuerklären. Um sich also dem Geist des Zeitalters und nachdem Geschmak theologischer Leser und Zuhörer zu be,quemen, gab Schcuchzer seinen physischen und mathe-matischen Untersuchungen mchrcnthcils einen biblischenZuschnitt; so schrieb er z. B. Hiobs heilige Nalurlehre,antcdiluvianischcs Herbarium und kdz'stc? lacrs. Ein-zelne Schriften von ihm findet man in den Leipziger.Mscellaneen, in den Ephemeriden der MwrT Lunolo.Nim und in den Londner - kkilosoxhical - Iranlagtion».Sein brauchbarstes Werk find die helvetischen Alpenreisen,welche Sulzer von neuem herausgab. Indessen hät-te seine Bibliotheek der Schweizcrgeschichtewovon er schon beträchtlich vieles ausgearbeitet, alle seinefrühern Werke an Wichtigkeit übertreffen, wenn nichtder Tod ihn dabey überrascht hätte. Von ihm hatwan auch die grosse schweizerische Cliarte; jedem der zmcy-hundcrt Rathsglicder ließ er ein Exemplar überreichen;dafür erhielt er von der Regierung ein Geschenk von ;so.dulden, also gerade so viel sie selbst an Werth waren.
Von beyden Schcuchzern hat man noch sehr wichtigeHandschriften, z. B. von unserm Iac. die politische Re->^rincmvnögeschichte in Zürich vvm I. ,7,;. An dieser^fvrmation hatte er selbst grossen Antheil. Mit cd-