Band 
Erster Band.
Seite
55
JPEG-Download
 

S 5

Im I. 172;. schlug er den schmeichelhaftesten Beruf«ach Petersburg aus. Mit Erlaubniß des schwedischenHofes begab er sich im I. 172S. über Hamburg. Hol»land, Tcutschland nach der Schweiz und nach Italien.Er traf in seinem Vaterland ein, eben da sein BruderHochzeit hielt, und sah bey dieser Gelegenheit seinekünftige Gattinn zum erstenmal. Hierauf setzte er seineReise durch Italien fort. In Neapel geriet!) er mit So»limcna in Bekanntschaft; in Rom mit seinem LandsmannFrey, und durch diesen mit Trevisani, Rusconi, Ghezziund Ficaroni. In Rom verfertigte er die Schaumünzeauf Pabst Benedicl XIII. dafür ward er von Sr. Hei»ligkeit mit dem Kreuze und mit dem Diplom des Rit»terordens Christi beehret. Kurz vorher hatte ihn KaiserKarl VI. für seine Schaumünze mit einer güldenen Kettebeschenket. In Venedig sah Hettlinger seinen alten,schwedischen Freund, des Marees, wieder. Von dagieng er weiter durch das Tyrol, durch Bayern, Schwa-ben und Franken nach Wien. An letztcrm Orte geriether mit Gennaro in vertrauliche Freundschaft. Nacheiner kleinen Reise nach Prcßburg gieng er über Prag,Dreßden, Leipzig, Berlin, Hamburg, Coppcnhagen nachStockholm zurück.

Nach Wiederherstellung von einer beynahe tödtlichenKrankheit, gieng sein erstes Bemühen dahin, die chrono-logische, historische Reihe der schwedischen Könige inSchaupfenuinaen vorzustellen. Die eine Hälfte, 2». Stücke,vollendete er selbst; die andre, entworfne Hälfte über,gab er zur Ausführung seinem Schüler, Daniel Fehr-mann. — Hierauf lieferte er Münzen über die schwedi-schen Bergwerke, Handelsgesellschaften, Manufakturen

u. s. w.

Im I. 172g. lehnte er einen sehr vorthcilhaftcn Be-chf des Königs von Polen in chursächsische Dienste von

!