Band 
Erster Band.
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vur drang er fleißig auf daß Sckriftstudinm, auch schricker Anleitungen zu nützlicher Lesung der heil. Bücher.Mit grosser Gelehrsamkeit verband Osterwald »«gemeineBescheidenheit, Duldung und Mäßigung. Eben seineFriedliebe selbst machte ihn des Indifferentismus ver-dächtig. Burnct nennt ihn einen der besten und vernünf-tigsten Goltcsgclchrten. Turretin und Wercnfels schätz,ren ihn ebenfalls sehr hoch. Letzterer schmückte sein Bild,»iß mit folgender Innschriflr

Ikic Olksrvslcll eik levis umbra; o vivn logusnsgusIlliu8 slstZies ksstor ubigue korst!

Oskinsrsr caulkss corruxti gu-erers muüäi

LuÄor, korts kuurn kupprilnecstgus lihrum.

In diesen Worten zielt der Poet auf Osterwalds Buchvon den Quellen des menschlichen Verderbens. Kaumzween Monate war es seit Erscheinung dieses Werkes,und schon mußte eine zwote Auflage veranstaltet werden;balv hernach erfolgte die dritte zu Amsterdam im I»1700. auch ward dieses Buch in die teutsche, holländi-sche, englische Sprache übersetzt. So wohl dasselbe über-haupt aufgenommen worden, so fand es doch immernoch hie und da seinen Tadler. Philipp Naudäus derAcltere, schrieb dagegen einige Anmerkungen, die er sei,ner Untersuchung zwoer Schriften von la Placette beyge-fügt hatte, für Osterwalden gieng hierauf in Handschrifteine Apologie hervor. Diese ließ Naudäus im I. 17,6.mit seiner Antwort drucken. Osterwald selbst beobach-tete friedliches Schweigen. Ihn beschuldigte auch Ale,thophllus in der Illeologia mMica vsra, daß er die my-stischen und fanatischen Lehrsätze nicht genug untcrschicde/rund daher jene in schwärzerm Licht vorgestellt habe.

Von Osterwalds vortrefflichem Catcchismus sindsehr viele Ausgaben und Ucberfttzungen gemacht wor»