Band 
Erster Band.
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Ueber den Kirchendicnst, in französ. Sprach«, Amster.dam i?;?. der erste Theil handelt von dem PredigkwesenUnd von Unterweisung der Jugend; der zweyte Therl bkgreift die Kirchenverwallung i» sich.

Osterwald endigte sein wohlthätiges Leben in einemAlter von mehr als achzig Jahren. Noch sah er die neueEpoche theologischer Aufklärung und Duldung entsteh»,wo u er selbst nebst Werenfcls und Turretin nicht we-nig mitgewürkt hatte.

Johann Jacob Breittnger.

Der gröste Schulvcrbcsserer in diesem Zeitalter warohne Wiederrcde Joh. Jacob Breitinger, derselbe er-blickte das Licht der Welt den i. Merz 1701. NachVollendung der academischen Studien ward er im I.»7-0. zu dem geistlichen Stande eingeweyhet. Jeneglückliche Müsse, welche den jungen Geistlichen von derOrdination bis zu einer Beförderung frey bleibt, wen,dcte er meistens auf das Studium der Alten. Durchvertrauten Umgang derselben machte er- sich ihre Denkarteben so eigen als ihre Sprache. Obschon der Kirche ge,wiedmct, glaubte er nichts desto weniger genaue Bekannt-schaft der Griechen und Römer seiner eben so wenig un«würdig als Zwingli. Was schon, was gut und wahr ist,trägt daS Gepräg eines göttlichen Ursprunges^ wo essich immer befind!.

Pcrsius war anfangs der Licblingsdichter unsers Brei,tingers. Wichtige Stellen in den Satyren desselben, dieauch einem Vos und Bayle dunkel geblieben, beleuchtete er,und diese Beleuchtungen fand der Präsident Bouchier so glück,lich, das er sich derselben zn werterer Ausführung bediente.Für einen Geist, wie Breitingers, war indessen die blosseWörterkritik keine Nahrung, gar bald wurde seine Nei-