Band 
Erster Band.
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für Kranke, eine Menge geistlicher Erfahrungen undBeobachtungen, wie auch sorgfältiger Unterweisung,Pflege und Beysteuer so vieler Unglücklichen in den Ar,menhäusern, Unterstützung verwaister Schulkinder, undBelehrung der Lanbschulmeistcr zu danken. Auch wardin dieser Gesellschaft unter Breilingers Handleitung«in Kinderuntcrricht verfertigt, der in psychologischemFortgang von sinnlichen Empfindungen und Bedürf-nissen zur Kenntniß des ganzen Menschen, seinerSeele, seiner Fähigkeiten, seiner moralischen Verhältnissefortschreitet, und in welchem die Fragen allemal so gesetztsind, daß nur eine einzige, bestimmte Antwort, undzwar allemal die folgende nothwendig aus der vorhcrge,hendcn herausfällt. Als Breitingers Schwanengesang kannman die 0rseione8 LL 70 ÜN 8 S betrachten, die der je-zige Canonicus Hottinger herausgab. Wie angenehmdie Zueignung dieser Schrift, und wie verehrungswürdigder Berfasser dem heroischen Seniler gewesen, kann un-ter andern das Schreiben dieses letztem bezeugen, welchesder Untersuchung über die Apoealypsin vorgedruckl ist.

Auch das hohe Alter, auch der Tod selbst konntenunsern Brcitingcr nicht müßig überraschen. Noch befander sich den i;. Christin. 1776. in der Versammlung desKirchenrathcs, als er kurz nach seiner Heimkunft voneinem Schlagstusse getroffen wurde, der ihn alles Bewußt-seyns beraubte. Folgenden Tages verschied er sanft undselig im Herrn.

Johann Caspar Füßli.

Er ward im I. 170s. zu Zürich gebohrcn. Nachdemdie Anfangsgründe der Mahlerkunst bey einem sehrMittelmäßigen Künstler gelernt hatte, verließ er in demAchtzehnten Jahr seines Alters das Vaterland, ohne

Er