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Erster Band.
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Johann Georg Sülze r. *

Derselbe erblickte das Weltlicht den i6. Octob. 1720. inWinkcrthur, einer ehemahligen Municipalstadt deszürcheri,schen Kantons. Die Eifersucht, womit die Einwohner seinesGeburtsortes über ihre Freyheiten wachten, flößte beyZeilen auch ihm jenen Geist der Freyheit ein, der alleseine Reden, Schriften, Thaten beseelte. In der Jugendhatte sein Vater die Verfolgung der Reformieren inFrankreich erfahren. Dadurch ward in seinem HerzenAbscheu gegen religiösen Parteygeist erzeugt, und lebhaftpflanzte sich dieser Abscheu auch auf den Sohn fort.Im I. 17,4. an gleichem Tag verlor unser Sulzer Va-ter und Mutter. Von fünf und zwanzig Geschwisternwar er das jüngste, und wer ihn gekannt hat, istüberzeugt, daß er nichts weniger als die Frucht er,schöpfler Lebenskräfte gewesen. — Bey zahlreicher Fa,milic konnte das Erblhcil nicht änderst als gering seyn.Kaum baß es zur Erziehung hinreichend war. UnserSulzer ward dem geistlichen Stande gcwiebmet. Derpedantische Unterricht war ihm zuwider. Anstatt desStudiums der Sprachen, trieb er lieber geographische undcosmographische Studien. Reisebeschreibungen und Scheuch-,zcrs Naturgeschichte waren seine Licblingslccturc. VornVater hatte er Geschmack am Gartenbau und überhauptan der Landwirthschast geerdet.

Im I. 17)6. ward er auf das Gymnasium nach Zü.rich geschickt. Wolfs teutsche Metaphysik war das erstegelehrte Buch, das er mit Aufmerksamkeit las. Sein

* Um so viel lieber schränken wir uns auf kurzen Nekrologein, da Hirzel eine Lebensbeschreibung von Sulzer» geschrie-ben , die in jedermanns Händen sey» wird. Man sehauch Foriney und Vlankenburg,