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dieser Arbeit kehr man es nicht an, daß sie unter mancher-lev» bald körperlichen, bald öconomischcn und politischenBeschwerden, unter Anhäufung schwarzer Galle, vcrfer.tiqt worden. »ES ist nun (schreibt er an seinenBodmerim März 1768) » meine Art oder Unart, durch Geschäfte» zu dem freundschaftlichen Briefwechsel und auch zum» Studircn untüchtig zu werden. Briefe an meine» Freunde sind Leckerbissen, Gerichte eines feinen Nachti»» schcs, die man nicht zu gemessen verlangt, wenn man» nicht völlige Müsse hat zu sitzen, so lang man will.z» Unterm 4. Junius schreibt er: Ich muß es nur gesteh«,» daß es nicht immer Geschäfte sind, die mich am Schrei-„ bcn hindern. Bisweilen ist es Trägheit, Unmuth, oder» wie das Ding sonst zu nennen ist. Häufige und an-» haltende Zerstreuungen setzen mich so sehr aus der Fast,,, snng, in welcher ich meine Gedanken sammeln kann,» heraus, daß auf jene eine Stille folgt, die mir eben» so verdrießlich ist als die gänzliche Windstille dem See,„ fahrer. Alles, was sonst in der Seele sich zu regen>, pflegt, wird alsdenn schlaff, und bleibt es so lang, bis„ der Geist, durch die Last seiner eignen Trägheit gereizt,„ sich wieder ausrast. — Endlich gab er im Jahr 1769sein vortreffliches Wörterbuch der schönen Künste undWissenschaften unter die Presse, ein Werk, ganz densvcraliichen Grazien gcwicdmet. » Mit der Hauptsache,schreibt er hierüber an Bodmer, »bin ich zufrieden;
ich bin überzeugt, daß ich die wahren Grundsätze der» Kritik gefunden, und jeden Zweig der Kunst, wo'» ihre besten Früchte wachsen, erkenne; aber in manchen» besondern Artickeln hatte ich bisweilen nicht Zeit, bisweilennicht Lust genug, jedes Einzelne lange genug zu überle." flen, und ich gestehe, daß ich an diesen Stellen oft" die einfachsten und hellcsten Begriffe nicht erreicht und" den leichten und kernhaften Ausdruck nicht gefunden