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„ habe." Der erste Theil dieses unsterblichen Werkes er»schien indem Jahr >771. In demselben find die Musenund Grazien, Geschmack und Philosophie, gründliche Be-griffe und schöner Vertrag vereinigt; durchgängig wirdauf den moralischen Zweck der Künste Rücksicht genommen.Zu gleicher Zeit schrieb er für die Academie psychologischeBetrachtungen über den sittlichen Menschen. Im I.»770. entwickelte er in einer andern academischen Schriftden Begriff von dem ewigen Wesen. Im I. 1771. laSer der Academie seine Gedanken über einige Eigenschaftender Seele, in so fern sie mit den Eigenschaften der Ma»tcrie eine Achnlichkcit haben, zur Prüfung des Systemsvon dem Materialismus. — Merkwürdig ist es, daß seinGeist sich mit Betrachtungen über die Todesfurcht bewaf,netc, da er sich so augenscheinlich dem Tode näherte. Auchaus den tiefsinnigsten Abstraktionen wußte er vractische An»Wendung zu zichn, und mit gelehrten Nachforschungenblieb immer thätiges Leben verbunden. — Zu gleicher Zeittrat er in die Chöre der Dramatisten; nicht nur bereiteteer des Mercicr Deserteur für das Berliner-Theater zu,auch versuchte er zu eben diesem Behuf Shackesspears Cym»bcllin in ein regelmässiges Stück zu verwandeln. Ein Ge-schafft, wozu der Phifosoph wenig gemacht schien!
Um dieft Zeit hatte Sulzer den ersten Anfall von jenerKrankheit, dir ihn der Well raubte. Hirzel erzählt, daßer sich auf einer Reise, die er nach Dresden und LeipMthat, und auch nachher aus seinem Landgut »erkältet,und dadurch ein Brustfieber sich zugezogen, das er vec-nachlässiger habe. Andre Leute erzählen es anders. D><Königinn von Schweden war in diesem Jahr in Berlin»sie ließ Sulzern einst, an einem heissen Sommcrtag, ssa*zum Essen einladen; er war schon erhitzt; unglücklich^Weise kam er in einem Zugwind zu sitzen, und jedes «>n*