Band 
Erster Band.
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Zwingst erblickte das Licht der Welt dein. Jennrr 1484.zu Wildhausen im Toggenburg. Sein Vater war Am-man des Orts. Bey seinem Oheim, dem Decan zu We.sen, ward er erzogen. Frühzeitig kam er auf die Schule«ach Basel; hierauf nach Bern. Am letzter» Orte warder wegen seiner vortreffichen Singstimme von den Domt.nicanrrn ins Kloster gelockt. Seine Verwandten aber for-derten ihn zurück und schickten ihn, zur Erlernung derPhilosophie, nach Wien. Von Wien zog er wieder nachBasct und ward Schulhalter bey St. Martin. Zur Er-holung von ernsthaftem Studien trieb er mit grossem Er-folge die Tonkunst. In seiner Person sah man den gefälli-gen Weltmann mit dem unerschütterlichen Helden und Mär-tyrer, man sah den Mann von Geschmack und Urbanitätmit dem heiligen Zeloten vereinigt. Die theologische Auf,klärung hatte er vornehmlich Wytenbachen zu danken. Dieerste Predigt hielt er im I. 1506. zu RapperSwyl, her-nach in gleichem Jahr die erste Messe zu Wildhausrn, inseinem Geburtsort. Hierauf kam er als Pfarrer nachGtarus. Mit seine» Pfarrgenossen zog er als Feldpredi,gcr nach Novarra und vor Marignan. Im I. 1517.kam er als Pfarrer nach Einstrdeln. Je länger je freyerathmete sein Geist im Umgang gelehrter Klosteraufseher.Von kleinfügigem, ängstlichem Formalistengeiste war erso weil entfernt, dirs er sich wirklich, wegen seine- offenenDcsens, bey den Feinden in Verdacht allzufreyer Galan-terie gesetzt hatte. Nicht weniger machte er sich heterodo-tcr hehrmcinungen wegen verdächtig, indem er es gewa-gt hatte, über einige Dinge mit Picus Mirandula glei-se Begriffe zu baden. Schon im I. 1^17. hatte er zuEwsiedeln gegen die Vergötterung der heil. Jungfrau ge-prcdial. Wie gelächert sein Geschmack in den schönenWissenschaften gcweien, sehen wir aus seinen Beylagen