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Erster Band.
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ii. Lage. Nach seinem Hinschied wrirden seine Schriß»ttn in vier Folio-Bände» gesarumelt.

Johann Oecolampadius. ^

Derselbe ward im I. 1482. zu Wmsperg von nichtUnbemittelten Aeltern geboren. Als einzigen Sohn woll?ihn der Vater dem kaufmännischen Gewerbe bestimmen.Die Mutter über, eine fromme Matrone, erhielt durchsehnliches Bitten, daß er den Wissenschaften gcwicdmctwurde. Zur Unterweisung ward er nach Hcilbrunn undweiter nach Heidelberg geschickt; schon im zwölften Jahreschrieb er erträgliche Verse. Nachdem er sehr jung Bac-calaur und Magister geworden, begab er sich nach Bono»nien. Daselbst vcilicß er sich, nach dem Willen desVaters, der Rechtsgelchrlheit. Theils war das italieni-sche Clima seiner Gesundheit nicht allzugünstig, theilsward ihm das Geld, welches ihn, der Vater durch einenKaufmann zufchiken wollen, nicht richtig geliefert; deßwegenlkchri' er wieder nach Tcurschland und vertauschte nundie juridischen Wissenschaften mit den theologischen; vor«züglich aber beschäftigte er sich mit den gelehrten Sprachenund mit der schönen Litteratur. Selbst die dornigtcnLabyrinthe der Schvlastick schreckten ihn nicht ab. WenigGeschmack fand er an den Spitztündigkeiten des Scotus;weit mehr als die Thomas und Richard gcsicl ihm Gerso"/weil die Schriften dieses letzter» ganz besonders ächte, y;arme,thätige Frömmigkeit empfahlen. Durch den Ruf seinerbrauchbaren Känntnisse erhielt er bey dem pfälzischen CM»surften, Philipp, die Aussicht über die Erziehung bet

* Isan sehe desselben Lebensbeschreibung von Cavito in 2 ^'FlschartS Vltiz virorinn Muürium , welche n» 2 .zu Frankfurt gedruckt sind.