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In dem ganzen letzten Lebensjahr hatte Oecolampadmit Leibesbeschwcrden zu kämpfen. Er starb an derPestscuche den 2;. Winterm. * Durchgängig wardas Gerücht erschollen, er sey von seiner Ehegcnoßi»oder von einem Hausbedientcn, ober (nach Andern ) voneigner Hand entbleibt worden. Um dieses falsche Gerüchtzu zerstreuen, verfertigte sogleich Simon Grynäus dieganze Geschichte seiner Krankheit und seines Todes. Sowol durch ununterbrochnes Studiren als auch wegenZwinglis Hinschied hatte er sich so sehr abgezehrt, daß,als er noch übcrdieß von der Pestseuche angegriffen wor-den, itzo alle Arzneymittel unwürksam blieben. SeineMitarbeiter ließ er zu seinem Krankenbeth kommen undermunterte sie zum Fleiß in ihrem Berufe. Dann seg-nete er seinen Sohn und beyde Töchtcrgen und beschworseine Gattinn und Schwieger, diesen unmündigen Kin,der», ( davon das älteste nur drey Jahre hatte, ) einegute Erziehung zu geben.
Unter Hersagung des ein und fünfzigsten Psalmsstarb er, in Gegenwart zehn Kirchendiener. **
Samuel Wereufels-
Derselbe ward den i. März 1647. in Basel gebohren.Sein Vater hatte sich als Professor und Pfarrer grosseHochachtung erworben; seine Mutter, Margareth Grynäus^war ebenfalls von gelehrter Abkunft; von Jugend aufward unser Wercnfels, und zwar immer mit glücklichemErfolge, den Wissenschaften gewiedmet. Ausser der Bey.Hilfe seines Vaters, genoß er den Unterricht eines Joh.
* S. Jac. Hottlna. hclvct. Kirchenaesch. B. VI. s. 6Z4.
** Lsrtnocc. Xot. sä klnrn. !E. eccl. s» 447. — Lutbexvon der Winkclmesse. BuUiug. sä Älve. — Arnolds ttitt.LccI. XVI. 51.-4.