Rud. Wetstcins, eines Joh. Zwingers und LucaS Gern»lers. Nachdem der Jüngling öffentlich cls .lest, Ldritlo,unigeniw Del Kilo bifvutirt hatt«/ ward er im I. 1L77.in das Prcdigamt eingewcyht. Hierauf besuchte er dieSchulen und Kirchen zu Zürich, zu Bern, zu Genf undLausanne. Bey seiner Znrückkunst war er vom Fieberäusserst entkräftet. Der Verfall seiner Gesundheit warUrsache, daß er die academischen Geschäfte den Pastoral-geschäften vorzog. Damals befand er sich mit RicinusGürtler und Jacob Bernoulli, seinen Altersgenossen, imvertraulichsten Umgang. In ihren täglichen Unterhal»lungen übten sie sich in Auflösung allerley philosophischerund theologischer Fragen; — Uebungen, die sehr oft weitmehr als alle academischen Vorlesungen die Ausbildung"des Geistes befördern.
Im I. 1084. übernahm er vicariatsweise den logi-schen Lehrstuhl. Zwey Jahre hernach ward er zum wirk-lichen Lehrer der griechischen Spräche ernennet. — Auferhaltne Erlaubniß that er im I. 1686. eine litterarischeReife mit Friedrich Battier und Gstbert Burnct, welcherletzt« nachher Bischofs von Salisbury geworden. —.Beyseiner Zurückkunft im I. 1687. erhielt er das theoretischeLehramt. Seine Antrittsrede handelte äe Orarore lscro.Hierauf schrieb er seine Abhandlung von den Logomachien.Im I. 1696. erhielt er die Professur der Controverscn.In seinem Vertrag schränkte er sich auf die wesentlichstenKirchenzwiste allein ein, und behandelte sie mit Nach'druck und Würde. Seine polemischen Beschäftigungenveranlaßten ihn zu einer litterarischen Reise, in der Ab'ficht die Lehrer der römischen Kirche nicht bloß ausSchriften, sondern auch aus persönlichem Umgang ken'nen zu lernen. Im I. 1701. gicng er also mit seinen'Bruder auf Paris. Unterwegs säumte er sich zu Reut'chattl; daselbst gericth er mit Osterwald, so mietn Gcn>