mit Alphonö Turrctin in die innigste Freundschaft. JaLausanne halte er mit Crvusaz Bekanntschaft gemacht. —In Paris beobachtete er alles Merkwürdige. Daselbstgenoß er den Umgang emes Malebranche, Montfamon,Varignon und andrer Gelehrten. — Bey seiner Heim»knnst warb er im I. 1702. dem akademischen Senateinvcrle'.bet. Jahrs hierauf verlor er seinen Vater. Nachdessen Hinscheid erhielt er die Professur des alten Testa.mcnres. In diesem Amt arbeitete er mit besonderer Her«iensthcilnehmung an der Auslegung der Psalmen.
Vermiedene Acadcmien, Franccker, Lewardcn und an.dre suchten mit Versprechung grosser Gehalte unsernWerenfcls an sich zu ziehen; allein lhcils seine schwächst»rlc Gesundheit, theils die Bitten der basiert,chen Acadc,mir, sonderheitlich auch die Zuneigung zu seiner Mutterhefteten ihn im Vaterland fest-.
Im I. 1706. ward er zum Mitglied der englischenGesellschaft äs proxsganäa, und im I. 1708. zum Mit-glied der königlichen Societät in Berlin erwählt. VonZeit zu Zeit machte er kleine Resten nach Genf, Neu,bürg und andcrstwo. Mit neuen Leibs- und Gemüchükräf-ten kam er zurück, und durch solche Reisen gewannenfeine Zuhörer mehr als sie verloren.
Im I. «71 >. verlor er durch den Tod, seinen Collc»gen, Joh. Rud. Wclsteln, den er als Vater kindlichverehrte. Durch diesen Hinscheid erhielt er die Professurdes neuen Testaments. — Im I. 1717. that er seinefetzte Reise. Damals war er secknig Jahre alt. SeinKörper ward je länger je schwächer. Er ward von der^stchwcrde öffentlicher Vorlesungen bcfrcyt, und gab^unmehr in seinem Haus Unterricht, jedoch bey offenerThüre. Wöchentlich schränkte er sich auf drey Lehrstmn-en alle«, ein; indeß fuhr er bis ans Ende fort, so oftdie Reihe traf, dre ordentlichen akademischen Streit-