Schon in dem fünfzehnten Jahre des Alters entschloßer sich zum Klostergelübdc. Hiezu hakte er folgende Ver,anlassung:
Als er eines Tages seine Aeitern besuchen wollte, führteihn der Weg über Lüxheim in der Herrschaft Lützelstein,im Pfälzischen, woselbst er bey einer Verwandtin, So,phia, einkehrte. Abends begleitete ihn diese zu dem be.nachbarten Benedictinerkloster; mit den käsigen Mönchensang er die Vesper; seine Stimme, sein ganzes, liebens-würdiges Betragen entzückten den Prälaten so sehr, daßer auf alle Weile bedacht war, den Jüngling ins Klosterzu locken. Nicht nur ohne alle Unkosten — welches sonstniemals geschah, — anerbott er ihm den Zutritt, sondernauch Beth, Kleidung und alle Bequemlichkeiten des Lebens.Vorläusfig nahmen er und die Base den Vorschlag mitDank an; bevor sie sich aber völlig entschlossen, reistensie mit einander nach Dons«, und mit Freuden erhieltver Jüngling von seinen Aelrern die Einwilligung; erkehrte also nach dem Kloster zurück: auf eigne Unkostenschickte ihn der Prior, um sich cinweyhcn zu lassen, zudem Bischof von Metz. Bis zum Jahr 1527, also biszum dreyßigsten Jahre seines Alters blieb Muscnlus imKloster. Währcnb daß die andern Mönchen sich beymDein — und Spieltische belustigten, pflegte er mit einemBuche sich in das nahe gelegne Wäldchen zu flüchten.Ungeachtet seines srdhl-chen Gemüths, ungeachtet derLebhaftigkeit seines Temperaments hatte er von Jugendauf, alle unanständige Zeitoerlricde verabscheut. — IndeßRichte die Klosterbibliothek nicht hm zur Befriedigungfeiner litterariichen Neugicr. — Von ungefähr entdeckte^ unter dem Dache einen Haufen zerstreuter Memdra», unter denselben emige Schriften des Tullms und"vids sämtliche Werke. So sehr begeisterten ihn diese
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