Band 
Erster Band.
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Prozessor» den Rath und die Geistlichkeit an; dafür wurde«r ins Gefängniß gesetzt, zur Staupe verurtheilt und ihmdie Zunge durchbohrt. Er hatte sich auf Seite der Wie»dertäufcr begeben und gehörte zu der Partey des MelchiorHvfmann. Je mehr er sich selber zu übertriebner Enl-Haltung verdammte, desto ungestümer schien sich sei»wollüstiges Tempera,nent zu empören. UnbezwingbareSinnlichkeit, mit einsamen Betrachtungen verbunden,erschütterten seine Nerven so sehr, daß er anfieng, Ge-sichter zu sehen und Träume zu träumen. Ganz natür-lich waren in denselben irrdische und himmlische, thieri-sche und göttliche Bilder seltsam gemischet. Einmal kames ihm vor, er sah sein eigen Herz in Gestalt eines aus-gezehrten Fisches, in welchem ein anderer Fisch einge-hüllet gewesen. Dabey beredete er sich, daß Gott ihn inseinem Jnnwendigen ermähne, er soll einige Zeit ruhenin der Kreatur und essen und trinken; denn ihm sey allesfrey zu seinem Gebrauche. Ein andermal als er zu Nachtbeym Lampcnschem arbeitete, stcl er in Vcrzükung; indieser verlor er alles Bewußtseyn; er erblickte einige mun-tere, hüpfende Kinder; vor denselben neigten sich alleMonarchen der Erde und legten ihnen ihre Schätze zuFüssen. Hierauf sah er an der Wand ganz entblößteMeibspersoncn; sie verwandelten sich in Dauben; er*vard selbst zum Däuber und in dieser Gestatt vermischteEr sich mit ihnen. Das erste von diesen Gesichtern wirdin der Lebensbeschreibung eines seiner niederländischenFreunde erwähnt. Ausführlicher gedenkt des letzter» Ge-ntes sein Tochtcrmann, Bladisk, welcher dasselbe dem^haltenden Fasten zuschreibt. Merkwürdig scheinen dieseErscheinungen, da Joris auf das letzrre seine Lehre von^ Rückkehr in den Stand einer parediesischen Unschuld^gründe haben mochte. Ein holändischcr Geschichrschrc,-Er der wiedcrtäuferischen Secte erzählt, daß er als Mäh-