Hessen, den er um Beystand gegen seine Verfolger er.stehle. Unler andern, sagt er ihm: In Kurzem werdeein Herrscher kommen, von dem oie Propheten geweissagthätten; noch sey unbekannt, aus weichein Lande dieserSohn (Gottes) hcrvorstralen werde; was er selbst imGeiste zum vorausqcsehn habe, werde offenbar werden,wenn einmal jener Wunderknabe an Alter, an Weisheitund Gnade zunehmen werde. — In diesem Brief warein anderes Sendschreiben an den Kaiser und an dieReichsstände eingeschlossen. — Den Vater erkennt nie,mand, heißt es daselbst, als allein der Sohn und der»jenige, welchem der Sohn ihn offenbaren will. Werdieser Sohn ist, und derjenige, dem er den Vater zeigt,dieß tst das Geheimniß, dessen Entdeckung unsern Tagenaufbewahrt wurde. Es lebt nur ein Mensch, welchemdie Geheimnisse Gottes gcossenbaret worden und durchdiesen Einzigen werden sie hernach den andern Auser-wählten geoffenbart werden. Niemand kann wissen, werund wo dieser Sohn ist , als allein derjenige, in welchen*er aufs neue geboren und in ihm gleichsam verkörpertworden. Dahin gehören die Worte Esdras am Xlll.Gleichwie der Mangel an Weisheit die morgenländischeFürsten nöthigte, Zustuchr zu nehmen zu der Weisheiteines Josephs, Dämels, Zorobabels, so wird auch vevMangel des Lichtes, die Reichsversamnilung in die Noth-wendigkeit setzen, Weisheit zu borgen bey diesem neue»Menschen, Christus David, wie Joris ihn nennet.
Der Landgraf von Hessen ließ hierauf den Jor>§ ver-sichern; Wofern er sich zur Augsp. Conftßion bekenne**wollte, so sollte er in feinem Lande Sicherheit hoveN'Sehr weit war ein solcher Vorschlag von Joris Abst -ten entfernt. Er schrieb unterdessen sein berühmtes Wu"
derbuch. Selbst mit dem Menno Simonis geriet!) er
Zwey-