Der berühmte Superintendent» Baron von Lasco,ein eben so einsichtsvoller als vertragsamer Mann, gavM alle Mühe, den Joris zu rechte zu weisen. Es wur»den viele Bricsc unter ihnen gewechwll. In einem der,selben schreibt unser Schwärmer: der Geist der Wahr,heil werde seine Geheimnisse nicht durch den Buchstaben,wie vormals die apostolische Lehre, sondern unmittelbarnn Geiste selbst offenbaren; den Aposteln sey Nicht alleWahrheit geoffenbart worden; der Unterricht derselben seynur die Vorbereitung zu höhern Kenntnissen gewesm.Eben so verschrien ist seine Sittenlehre, wie seine Dog,matik. Nicht nur die Gemeinschaft der Güter, sondernauch der Werber soll er gelehrt haben. Indeß drückte ersich aus Schlauheit so wol hierüber als über andrePuncte mit Vorsatz dunkel und zwcydeutig aus. Als ersah, wie seine Anhänger in Bradant und in Ost-Fries»land verfolgt wurden, so begab er sich im I. le-rnst einigen Verwandten und Freunden nach Basel, nan»^sich Johann von Brück» ließ sich zum Bürger daselbstannehmen, kaufte sich in der Stadt ein Haus und vorder Stadt ein Schloß, Namens Binmngen, und andreLandgüter. Äusserlich bequemte er sich m allen Stücke"nach der Religion und nach den Gewohnheiten derler, und diese hielten ihn für einen Reformierten. ^führte auch einen so sittsamen Wandel und that den Ar-men so viel Gutes, daß er bey jedermann beliebt wa^Obgleich er sich sorgfältig hütete, in der EibgenoßMselbst Proselyten zu machen, so soll er doch in Geh"'^durch Briefe und durch anonymische Schriften an A»breitung seiner Lehre in Niederdeulschland immer stgearbeitet haben. — Bereits bey seinem Leben wurde 1Schwiegeriohn, Nicolaus Blcdysck, übel mit «hm Mden. Allem Anschein nach gericth er mit der 3^^Joris wegen der Erbschaft m Streitigkeiten.
Nachts