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Erster Band.
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Seil vielen Jahren her halte das Reichskammergcrichtzzu Lpcyer die Stadt Basel bald mit gerichtlichen Vor-ladungen, bald mit Anforderung eines Theils der Besol-dung für die Kammerräthe auf mancherley Weise beun-ruhigt. Umsonst daß die Eidgenossen sich hierüber so wolbey dem Kayser selbst als bey dem Kammergericht in ver»scbicdenen Schreiben beklagten; das Kammergericht wagtees zu wirklichen Thätlichkeiten zu schreiten; im August164s. legte es auf Bayerische Waaren Arrest. ZuHintcrtrcibung weiterer Gewaltthätigkeiten erhielt nunmehrder baslcrsche Bürgermeister Ioh. Rudolf Wettstein, vonsämtlichen Kantonen den Auftrag, als eidgcnößischecBevollmächtigter nach der westphalischen Friedcnsversamm,lung zu gehen. Den 4. December 1646. trat er die Reisean; den zwanzigsten hatte er zu Münster bey den kayser»t lichcn Gesandten, Traulmannsdorf, Nassau, Vollmcr,wie auch bey den französischen Gesandten, von Longevilleund b'Avanx, und den drey und zwanzigsten zu Osnabrückbey den schwedischen Gesandten, Oxenstiern und Salviusdas erste Verhör.

Den kayserliche» Gesandten von Traulmannsdorf,von Lan'.berg und Crana, klagte Wettstein das unrecht»wäßige und gewaltsame Verfahren des Kammcrgcrichteö;iugieich erklärte er sich, daß die Kantone vest und ein-wüthig zur Behauptung ihrer Uuabhänglichkeit entschlos-sn seyen, wozu ihnen allenfalls die beyden Krone»Schweden und Frankreich auf alle Weife behülflich seinwerden.

Auf erhaltnen Bericht von feinen Bevollmächtigten,.

der Kayser sogleich dem Kammergericht einen Still»,stand der Feindseligkeiten gebieten. Das Kammcrgcnchf^chte sich m einer weitläufigen Schrift, voll Bitterkeit,,st^en die Eidgcnoßschaft zu rechtfertigen, und sandte fi§"'cht nur an den Kayser selbst, sondern streute sie auch