Band 
Erster Band.
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181
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Aegidiuö Tschudi.

' Schon ii» I. -oü. wurde der Stammvater des Tschu«Äschen Ge>ci>lkchlcs, Johann » von dem fränkischen KönigLugwig tll. m freyen, cdeln Stand gesetzt und hieraufsogleich von der Aebtißin zu Seckingen zum Meyer überdas Land Glarus ernennt; bis zum I. wurde die-ses Amt ununterbrochen von seinen Nachkommen beklei-det- Dominicus Tschudi, Abt zu Muri, ist bekannt we-gen seiner Abhandlung cls origins L geneslogio Lomitum6e Hichlpurg; Valentin Tschudi, Pfarrer zu Glarus, we-gen einer helvetischen und besonders glarnerscheu Chronickin Handschrift vom I. 152;. bis zum I. 1;;;. Die Ver.tragsamkeic dieses Valentins gieng so weit, dass er zurZeit der Reliawnsgäbrung anfangs des sechzehnten Jahr,Hunderts, zur Besänftigung beyder Partheyen, freywilligsich anerbot, an dem einen Sonntag die reformirte LehreZu predigen und an dem andern Sonntage Messe zulesen.

Unser Aegidius Tschudi wurde im I. i;o;. geboren.Sein Vater war Ludwig Tschudi, ein Held und ein Staats,Mann; seine Mutter, Margaretha in der Kirchmatt. ZurAusbildung der glücklichen Anlagen wurde der Jünglingö» seinem Landsmann, Heinrich Loritus Glareanus, nachBasel geschickt. Mit diesem begab er sich hierauf nachBaris. Nachdem er einen reichen Schatz schöner und nütz.licher Kenntnisse erworben halte, kehrte er wieder nachHause. Wegen übcrhäuster Geschäften genoß er seither*Mr tn seltenen Erholungsltundcn des Umgangs der Mu»Schon im I. l^28. gieng er als Gesandter auf die^"gleistung nach Einsiedcln, welche daselbst wegen des

* 8. 2 oh. Rudolf Iftlinr Vorrede zu seiner Herausgab?von Tschudis Chroniken.