Band 
Erster Band.
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wurden zerstreuet; niemals habe ich alle meine Geschwi.stcrke gekannt, oder ihre eigentliche Anzal erfahren. AlsLas jüngste kam ich für einige Zeit zu meines VatersSchwestern; des Nachts giengcn sie ausser Hause in dieSpmnstube; da man mich allein ließ, so stand ich vomBethe auf, und lief nackt durch den Schnee weg; deSMorgens fand man mich in einem fremden Hause, woich halb erfroren und ohnmächtig auf dem Bethe zwi-schen zween Männern wieder erwärmt wurde. — MeinBruder kam aus savoischem Kriegsdienste wieder zurück,und beschenkte mich mit einem hölzernen Pferdgen; aneinem Faden zog ich es hin und her, und beredete michgänzlich, daß es von selbst gehen könne und lebe. Alsder Kardinal Bischof Matthäus Schinner von ungefährdurch unser Dorf kam, so begab er sich in die Kirche,um die jungen Kinder zu firmen. Mein Pathe säumtesich anderswo; also eilt ich ihm zuvor, und trat ohneNegierter zu dem Stnle des Bischofs: Was willt du,mein Kind, fragte er mich. Ich sprach: Ich wolltegerne firmen. Mit lachen fragte er um meinen Namen;ich antwortete ihm: Ich heisse Herr Thomas; er lachte,murmelte etwas daher; die eine Hand legte er auf meinHaupt; mit der andern schlug er mich sanft auf dieWange. — In meinem sechsten Jahre kam ich zu ernemmütterlichen Oheim, um seine Ziegen zu wanden.Wenn ich die Stallthüre öfnete und nicht sogleich seit-wärts sprang, stressen mich die Ziegen nieder und hüpf-ten über meinen Rücken hinweg; wenn ich sie dann hin,austrreb, so schweiften sie etwan über die Kornfelder,und ich schrie und wainte; denn wegen meiner Ungeschick-lichkeit ward ich des Nachts mit Ruthen gestrichen.Einige Ziegcnhirtcn, insonderheit ein starker, grosserMann, Thomas im Leidenbach, halten Mitleiden mitwir und halfen mir, meine Hccrdc regiere». Da fassen