ft> wollte diesem Iselin nicht in den Weg kommen, under verreiset« nach Marburg.
Ihm war verborgen, daß während dieses Zwischenrau,mcs die Professoren zu Marburg sich gegen ihn verschwo.ren und alles angewandt hatten, um dem Fürsten, anseiner stakt, einen Verwandten des Kanzlers zu rmpfeh-len. Sie stellten dem Landgrafen vor, daß Iselin zurBehauptung der Profcssorwnrde noch zu jung sey, daßer sich über allzu viele Fächer der Gelehrsamkeit a»S.breite, um irgend in einem derselben Meister zu seyn,daß das von ihm eingekommene Schreiben einen schlech-ten Lakiner verrathe. Von diesen Gegnern ward er nun,mehr vor den Fürsten geführt. Dieser empsieng sie sämt-lich sehr gnädig. Er unterhielt sich mit ihnen über diePflichten ihres Berufes und über die Einigkeit, die unterihnen herrschen sollte. Unvermerkt gab er dem Gesprächeine Wendung, redete von Gegenständen des Geschmacks,vnd mischte, nach Gewohnheit, von Zeit zu Zeit einigelaunische Wörter ein. Mit Vorsatz bediente er sich sol-cher Redensarten, welche von den Anwesende» in IselinsSchreiben waren getadelt worden. Gleichsam als wollt'belehrt seyn, frug er izt Iselin, ob diese Redensarten°uch latinisch seyn? Ohne daran zu denken, daß er sichselbst solcher Ausdrücke bedient hätte» versicherte Jselir-die Aechtheit ihres römischen Gepräges; der Landgraf stellte6ch» als säh er diese Versicherung für Schmeichelet) an.sogleich rechtfertigte der junge Gelehrte seine Behaup,durch Anführung verschiedener Stellen aus demTacitus, Livius, Cicero. Seine Collegen sahn einanderals Vcrschworne, die sich entdeckt glaubten. Deran»graf aber trieb das Svtel nicht weiter. Er belustigte>cd an ihrer Verwirrung, ohne etwas merken zu lassen,lange hernach, als er Iselin noch enger binden wollte,