gestand er ihm, daß diese Unterredung nicht ohne Absicht
gewesen.
In der Antrittsrede handelte der junge Professor vonder genauen Verbindung zwischen den Talenten des Red,»ers und des Geschichtschreibers. Sein Hörsaal war im-mer sehr volkreich und verschiedene Prinzen besuchten seineVorlesungen. Dem jungen Baron von Maisburg war erdchülflich zur Verfertigung einer Lobrede auf den Land-grafen, die man für ein Meisterstück ansah, der Land-graf selbst trug ihm auf, eine Lobrede auf seinen Lieb.Ung, den General Keller, zu halten. Eben so ernennte«r ihn zum Leichenredner der Prinzeßin von Preussen, a!Serster« Gemahlin des Erbprinzen von Hessen, nacbhcrigenKönigs von Schweden. Unter den verschiedenen akademi-schen Streitschriften unsers Iselins erwähnen wir nurseiner Abhandlung über die Herrschaft der Magier inPersien, die seinen Ruhm ungcmein ausbreitete.
Im I. >706. ward er nach Hossmanns Hinscheid alsProfessor der Geschichte nach Basel berufen. Umsonst daßman ihn in Marburg zurückhalten wollte. Ungeachtet erdaselbst durchgängig geschätzt war und auch kein Schattender Eifersucht gegen ihn übrig blieb, so zog er doch da»Vaterland vor. Der Landgraf bat ihn, selbst seinen Nach-olger zu wählen. Er wählete einen seiner chmaligen Mit-schüler von Basel und war noch gegenwärtig bey desscl»den Antrittsrede in Marburg. Der Landgraf gab «brn,um Geschenk eine ganze Bibliothek auf die Reise undbeehrte ihn mit dem Recreditif an seine Obrigkeit, wie«inen Geiandtcn.
Wir übergchn so viele Abhandlungen, die er vonZeit zu Zeit herausgab. Mitten unter seinen historischenStudien vergicng kein Tag, daß er sich nicht mit den nwr-genländischen Sprachen, mit den heiligen Büchern, den
Kirchen-