.. > . .
vor den übrigen das väterliche Hans in der Stadt undeinige Landgüter, nebst einer Kostbaren Bibel auf Per-gament, bev der Erbtheilung zum voraus. Nachdem erbey einem besondern Jn'vrmakor den Grund zu denWissenschaften gelegt haue, bccab er sich nach Turin;daselbst genoß er den Unterricht des Georg Carrara, desDonnnicus Machaneus und Joh. Bremins. Unter An-leitung deS nachhcrigcn Kardinals, Sfondrata, wird»mctc er sich dem Studium des bürgerlichen Rechts»Schon hatten durch ganz Italien Luthers und ZwingliSSchriften grosses Aufsetzn erregt. Noch war der jungeCölius nicht völlig zwanzig Jahre alt, als er, beseeltvon Heister Wisscnsbcgicrde, alle diese Schriften anschaffemn sie näher zu prüfen. Luthers Bücher über dcn Ab-laßkram und die babylonische Gefangenschaft, ZwingliSSchrift über die wahre und falsche Religion, nebst eini-gen Werken des Melanchtons, hatten dcn Jüngling so,lehr eingenommen, daß er ohne Anstand auf eine Reife-»ach Deutschland bedacht war. Kaum hatte er mitzwey andern jungen Freunden den Weg angetrcltcn,so wurden sie alle drey, wegen allzufrcycr Reden überdie Religion, von den Trabanten des Kardinal-Bischofsgefangen genommen; ungefähr zwey Monate lang bliebCölius in dem Caprianischcn Schlosse bewachet und end-lich auf die Fürbitte einiger vornehmen Freunde wurdeer wieder befreyt. Der Kardinal machte ihm Vorwürfe,^gleich versprach er ihm beträchtliche Geldsummen zurUnterstützung in seinem Studieren, und so schickte er>hr, mir Empfehlungsschreiben nach dem Kloster des h.^'nigmis. Daselbst ärgerte sich der Jüngling über dengeheuren Zulauf der Pilgrime zu den Gebeinen derMärtyrer so sehr, daß er denselben nicht nur selbst allen,^'rust und aste Anbetung verweigerte, sondern auch intheiln durch seinen Unterricht mehrere davon abhielt»