Unter diesen befand sich auch ein junger Reisender, Ra«incns Martin Salier; eben trug er Melanchtons Tocoscommunen IN der Hand, als er auf einem Spazicrgangam Ufer des Flusss von einem frcinden Thiere so sehein Schrecken gesetzt wurde, daß er sich in größter Eilein das benachbarte Franziscancr-Klostcr rettete; die Er»fcheiinmg des vrmcir.lcn Ungeheuers schrieben die Mön.ehe», cinug und allein Melanchtons Buch zu; vollabergläubischer Furcht übergab er also dieses Buchdem Feuer und für immer schwur er die Lehr ab, dieibm Cölins beygebracht hatte. Nunmehr dachte der vcr»wcgene Cölius darauf, wie er die heiligen Gebemtwegschaffen möchte. In Geheim öfnet er den Schrank,in welchem sie aufbewahrt wurden, legt hierauf denSchlüssel wieder an seinen Ort, und an einem bequemenTage, da jedermann andcrstwo beschäftigt war, entwendeter alle diese Reliquien; an ihre Stelle setzt er die Bibel,mit folgender Antichrist; „ Dieß ist die Bundeslade;,, hieraus schöpft man die ächten Orakel; hierinne sind„ die eigentlichen Reliquien der Heiligen enthalten. „ ^Als bald darauf ein Festtag heranrückte, wo man dieltGebeine öffentlich herumzutragen gewohnt war, so stück-tcte er sich vorher nach Mavland; von da gicng er m>ckRom; auch besuchte er mehrere, andre italienische StädteHierauf kehrte er nach Mavland zurück, woselbst er eini-ge Jahre mit Lernen und Lehren zubrachte. — Währendder Hungcrsnoth und Pestscuche unterstützte er nicht nurmanche Familie mit seinem eigenen Gelde, sondern auckausser der Stadt, wo er sich aufhielt, beredete er *>'Priester, daß sie selbst der Kirchcngülcr und des Tcmpt -schmuckes nicht schonte», um den Armen Hilft zu leiste"'sehr fleißig besuchte er die Kranken, und nebst einem ^mcradcii trug er in eigner Person Verstorbene zu Gra 'Wegen dieser seltenen Tugenden gewann er ganz das
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