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Arzneykmist und Philosophie und besonders der Botanickwiedmcte, schon würdig der Freund Conrad Geßncrs zuseyn, mit welchem er kleine Reisen nach den bergichtenGegenden der Schweiz machte/ und in einem so freund»schastlichen als gelehrten Briefwechsel stand. Er wareinige Jahre lang in Basel Lehrer der Rhctorick/ nahmnachher den Ruf als Leibarzt bey dem damaligen Herzogzu Wirtcmbcrg an / und starb im I.
Caspar- sein jüngerer Bruder, dessen Bild wir voruns haben, wurde im I. i;6o. gebohren. Obgleich ervon ferner Geburt an sehr schwächlich war, und erstim ;ten Jahr seines Lebens ordentlich zu reden anfieng,so machte er doch nachher schnelle Fortschritte in denWissenschaften. Er vollendete das Studium der Philo.sophie, und erst nachher wiedmcte er sich derArzneykunstund besonders der Anatomie und Botanick, worin erseinen Bruder bald übertraf. Seine Reisen durch Italien,Frankreich und Deutschland waren das beste Mittel, ihnzu dem grossen Botanicker zu bilden, der unsern Zeitennoch schätzbar ist.
Er sammlctc mit äusserstem Fleiß die Beschreibungender ältern Botanicker, berichtigte dieselbigen durch genaueUntersuchung der Pflanzen, reihte sie in Ordnungen undFamilien, gab ihnen neue Namen oder weihte die altenLurch sein Ansehn von neuem ein, setzte die SynonirNsder älteren Botanicker bey, machte viele neue PflanzenLurch genaue Beschreibungen und Zeichnungen bekannt,und sammlcte zum Behuf dieser Arbeit theils aufReisen, theils nachher durch durch seinen in ganz E»ro^«usgebreitclcn Briefwechsel ein sehr schönes und voüsiä^Liges Herbarium, welches dermalst in der Bibliothek ^vortreflichcn Baßlerischen Professors de Lackienal auf"'
halten wird. Diese Botanische Schriften verdienen uN'