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Venezianer vom Adel, Bernoullis Vertrauter, ließ auseigne U-kosten verschiedene Exemvlare abdrucken; vondieser Zeit an waren unserm Bcrnoulli alle Arten vonControvcrscn zuwieder geworden.
Die königliche Akademie der Wissenschaften in Parissuchte durch Preisfragen die MeHkunst, die Astronomie,die Mechanik und besonders auch dir Kunst des Schiff-baus zu befördern. Sie setzte einen Preis auf die besteEinrichtung der Uhren für die Seefahrer; diesen Preiserhielt die Abhandlung unsers Bcrnoulli.
Der ausserordentlichc Ruf des Joh. Bapt. Mvrgagnizog ihn nach Padua. Kaum baß er daselbst angelangtwar, so verfiel er in das heftigste Fieber; nur durch dievereinigten Bemühungen der größten Aerzte, eines Vali«meri Mvrgagni, Cogroßi ward die Krankheit endlich besiegt.Während seines Aufenthaltes wurde er im Institut zu,Bononien zum Mitglied ernennt. Auf Errichtung einesähnlichen Instituts war auch die Republik Genua bedacht;würklich wurde die Anordnung unserm Bcrnoulli aufge-tragen; seine Bescheidenheit aber lehnte dieses ehrenvolleGeschäft ab. Im I. 172;. ward er mit seinem Brudernach Petersburg berufen; daselbst starb lcztrcr in den er-sten Monaten nach seiner Ankunft. Schon fünf Jahrelang hatte unser Bcrnoulli der Akademie aus allen Kräf-ten gedient als er jzt wegen geschwächter Gesundheit indas Vaterland zurückkehren wollte. Gleichsam mit Ge-walt, auf die schmeichelhafteste und ehrenvollste Weisehielt ihn die Akademie zurück; um die Hälfte ward ihmsein Einkommen vermehrt; er bekam die Würde einesProfessors und auf Lebenslang ward ihm ein Jahrgchaltzugesichert, immer mit völliger Freyheit, nach Beliebenseinen Aufenthalt in Petersburg zu verlängern oder zuverkürzen. Durch diese Proben der kayserlichcn Gnadeließ er sich bewegen, noch drey Jahre bey der Akademie