er in Berlin von einigen Gelehrten verschiedene Verdrüß,jichkciten auszustehn Hatte. Nicht ohne Mühe erhielt ervon dem Könige den Abscheid; er verreisete den v. Jun.1766. mit seiner Gattin und den zween ältesten Söhnen,wie auch mit seinen zwo Töchtern und einigen andernVerwandten. Der jüngste Sohn stand in preußischemDienste; zu wiederholten Malen begehrte auch dieser denAbscheid; nicht nur ward er ihm verweigert; sonderner selbst gesanglich verwahret; erst hernach, .auf aus,drückliche Fürbitte der rußischen Monarchie erhielt erendlich die Erlaubniß nach Petersburg zu seinem Vaterju gehn.
Nach dem Winke des Fürsten Czartvrisky machte un,ser Euler auf Befehl des Königs die Reise nach Ruß,land über Polen. Zu Warschau ward er so wol vondem Monarchen als von den Grossen des Reiches sehrliebreich empfangen. Von da kam er nach Mietau; auchhier bewillkommte ihn der Herzog von Kurland mit allenEhrenbezeugungen. Bey der Ankunft in Petersburg warder sogleich an die kayscrliche Tafel gezogen: zum Ankaufeines geräumigen, steinernen Gebäudes beschenkte ihndie Kayserin mit 8000 Rubeln, und gleichwie er inBerlin, so war er auch in Petersburg von allen mili-tairischcn Auflagen bcfreyt. Im I. 1766. ward er vonder freyen, öconomischcn Societät in Petersburg, wieauch von dem erlauchten Collegium, welches die ökono,wischen Angelegenheiten der Akademie besorgt, zum Mit,Sliede ernennet; diese letztre Würde legte er hernach im3 . 1774- freywillig von sich. — Unter den glänzendestenUmständen erfuhr er die Trübsalen des menschlichen Le,dens. Nach einer gefährlichen Krankheit ward er völligdes Gesichts beraubt. Hiezu kam noch, daß in dcm ent.glichen Feuerbrand vom I. 177». auch sein Haus mir*Mem grossen Theil des Gcrälhcö und der Bibliothek im