zurück. In Regensburg z. B. intereßirte er sich mitErfolg für die Ramsischcn Angelegenheiten seiner Vater-stadt. In Wien beförderte er durch Unterhandlungeneinen zwanzigjährigen Waffenstillstand mir der oßmaiik-scheu Pforte.
Er starb den 12. April 1667. und wurde in Wienbei unserer Frauen zu den Schotten beigcfczt.
Conrad Pelliean.
Derselbe ward den 8 . Jänner 1478. zu Rufach imElsaß geboren. Im I. 1491. begab er sich auf dieSchule nach Heidelberg. Im I. 1496. trat er in seinemVaterland, wider den Willen seiner Verwandten, in denOrden der Franziscaner. Mit Eifer lernte er die damalsbeynahe vergessene/ cbräische Sprache; hiezu ward erdurch den Dorwurf eines Juden ermuntert/ welcher be-hauptete, daß die heiligen Bücher m den Uebersezmigender Christen verfälscht seyen. Zur Fortsezung der Stu-dien gieng er im I. 1496. auf die Schule nach Tübingen;daselbst genoß er Kapnio oder Räuchlins vertraulichenUmgang; auch gelangs ihm, eine in Italien gedruckte,ebräische Bibel zu kaufen; aus dieser schrieb er einMvrterverzcichniß; zugleich erhielt er in Handschrift einigeHefte von einer cbräifchen Spracbkunst; bloß durch dieseHülfsmittel allein bracht' crs so weit, daß er mit Rauch-lin kann als Wiederherstcllcr der ebrälfchcn Litteraturangesehn werben. Fleißig las auch Pellica» die Schriftender Klrchcnväter. — Im J..rzoi. ward er zu Pforzheimzum Priester geweyht; seine erste Meß las er zu Bafel;daselbst ward er im I. izoa. in dem Kloster seines Or-dens zum Lector der Theologie ernennt. Im I. ^04.erklärte ihn der Kardinal Raymund Gallus zum Llcc»-tiatcn, mit Beyfügen, daß er ivglcich »ach Erreichung