Er starb den y. Jul. 1557 im ein und siebzigsten Jahredes Alters. Zwey Jahre vorher hatte er seine Gattin,Verena Huser, verloren.
Nachdem der junge JosiaS Simler unter Aufsicht deSVaters zu Kappet den Grund zum Studircn gelegcl hatte,kam er im I. 1544 im vierzehnten Jahre des Alters nachZürich zu seinem Tanfpalhen, Andrstes Bullingcr. Nachzweyjährigen Aufenthalte in dem Hause dieses leztern,begab er sich den i;. Merz 1546. zur Fortiezung derStudien nach Basel. Hier gcrielh er in Bekannschaftmit Borräus, Amerbach, Münster, Acronins, Curio,Castellio u. a. Wohnung halte er bey Conrad Lvkosthe,neö. Ein Jahr hernach begab er sich nach Straßburg,woselbst er den Umgang des Joh. Sturm, Peter Mac»tyrs, Buccrs, Fagius, Herlmus, Sevenus, Dasipo-dius, Hcdio, Niger, Conr. Huberts und andererGelehrten zu gemessen Gelegenheit hatte. Beynahe zweyJahre blieb er da, und wiebmcte sich mit Eifer jederWissenschaft, jedoch den schönen weit mehr als den theo.logischen. Endlich kehrte er den 20. Fcbr. i;4y. nachZürich zurük. Hier studierte er die Theologie unter Bib-liandcr, Pellikan und Martyr; das Ebräische unterSebastian Guldenbcck; auch übte er sich im Predigenund im Schulunterricht. Sonderheitlich Conrad Geßnernunlerftüzle er fleißig, und für ihn hielt er bald arithme.tische, bald geometrische, bald astronomische Vorlesungen.Im I. i;;2. im zwey und zwanzigsten Jahr seines Al-ters begann er seine exegetischen Vorlesungen über die Bü-cher des neuen Testaments. Den 28. Merz 1557 erhielt erdaS Diaconat bey St. Peter, sezte aber sein exegetischesCollegium immer noch fort. Bey den überhand ncmmen denAltersschwachheiten des Biblianders, vertrat nun er seineStelle und wurde Kollege seines ehemaligen Lehrers, desPeter Martyrs. Den r?. Im,. i;üz. wurde er Bibli,