Band 
Erster Band.
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anders wirklicher Nachfolger. So vortreflich seine Vor»llefungen waren, so war er doch zu bescheiden, um etwasdavon drukcn zu lassen. Nicht ohne Mühe beredete manihn, seinen Commentar über den Exodus ins Reine zuschreiben. Um so viel weniger warf er seine Vorlesungenzu Papier, je sicherer er sich auf sein ausserordcntlicheSGedächtniß verlassen konnte. Geßners Bibliothek, dieer selbst beträchtlich vermehrte, konnte er beynahe ganzauswendig. Ungemein erleichterte er sein GedächtnißLurch die Genauheil seiner Urtheilskraft uud durch ord»riungsvolle Methode.

Da er wegen öfterer Anfälle von Podagra sehr oft zuHaus bleiben mußte, so verkürzte er sich auf dem Kran.kenlager die Zeit mit Verfertigung verschiedener Schrif»!en. Wenn er vor heftigem Schmerzen am ganzen Leibkein Glied regen konnte, so brauchte er wenistens dieZunge, um, ganz ohne alle Bcyhilfc der Bücher, bloßaus dem Gedächtniß zu diktiren, was er unter die Pressehinschiken wollte. Seine Schriften waren theis theologi»schcn, theits mathematischen, theils historischen Jnn-halts. Zu den theologischen gehören die drey Bücher vondem ewigen Sohn Gottes gegen die neuern Arrianer,Tritheiten und Samosatencr; hiezu kommen zwey Bü»eher von dem heiligen Geiste, nebst einer Auslegung derrechtgläubigen Lehre von der Vereinigung beyder Natu-ren in Christo gegen Simon Budnäus. Gleichwie erauf der einen Seite die Gottheit Christi gegen die Arria-ner und Socinianrr verthaydigte, so.verthaydigre erauf der andern Seite seine wahre Menschheit gegen dieWiedertaüfer, Schwenkfeldianer und Ubiquitisten; Zu-gleich edirte er über dieses Dogma die ältesten Kirchen*lehren mit Anmerkungen. Auch ist er Verfasser derApologie für die Diener der Zürchcrfchen Kirche gegendie Jnvectiven des Jacob Andreä, und der Antwort