Band 
Erster Band.
Seite
297
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Bernoulli war es, der in Basel die Ausgabe der Geo-metrie deS Des-Cartes besorgte. Dieselbe begleitete ermit sehr lehrreichen Anmerkungen.

Wegen seines Atzenden, arbeitsamen Leben ward erfrühzeitig von dem Podagra geplagt; endlich verfiel er mein Schleichstcber, woran er den r6. August »70? imein und fünfzigsten Jahr seines Alters starb. Er befahl ,daß auf ftm Grab eine logarithmische Spirallinie zumSinnbild angebracht werde, mit folgender Aufschrift rLsäem mutsta relurgy ; dadurch gab er ungcmein glück»lich seine Hofnung der Auferstehung an den Tag.

Er hatte ein grosses Werk 6- ^rrs «onjeÄsnäi volle»,det; allein dasselbe ward von ihm niemals zum Druckebefördert. Weiter als bey Pascha! und Hughens ist indiesem Buch die Berechnung der Spiele des Zufalls ge,trieben; diese Berechnung wendete Bernoulli auch aufmoralische und politische Gegenstände an.

Unser Meßkünstler war von gallichtem und melancholi.schein Temperament, welches so wol durch anhaltendesCtudiren erzeugt wird als zu demselben geschickt macht.Bey allen Untersuchungen war sein Gang langsam, abersicher; weder sein Genie noch der glückliche Erfolg seinerBemühungen konnten ihn allzu zuversichtlich gegen sichselbst machen; nichts machte er bekannt, was er nichtvielmal hin und her gekehrt hatte; niemals vergaß er derAchtung gegen das Publikum, welches selber so vollHochachtung gegen ihn war.

Im dreyßigsten Jahr hatte er sich verheyrathet undeinen Sohn und eine Tochter hinterlassen.

Ausser der Stelle, welche unserm Bernoulli bey derkayserlichrn Akademie zu St. Petrrsburg angetragenworden, hatte er noch verschiedene andere auswärtigeBerufe ausgcschlagen, z. B. dik Stelle eines ordentlichenMitgliedes, wie auch hernach eines beständigen Secrctairs