Band 
Zweyter Band.
Seite
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gegen sich das Landvolk änsserst erbittert: indeß blieb er,vermittelst der Empfehlung seines ehmaligey Schülers,des oben erwähnten Georg auf der Flüe in dem Besitzedes Bistums. Seit jener unglücklichen Expedition derWalliser im Mayländischen wurden dieselben völlig vonFrankreich entfernt; um sich ihnen gefällig zu machen,trat Schinner in die gleichen Gesinnungen; so sehr seinvormaliger Beförderer, Bischof Iost von Silenen, demfranzösischen Hofe ergeben gewesen, so sehr war nunmehrder neue Bischof diesem Hofe zuwieder. Freylich haue erim I. i;oo. Ludwig Xll. seine Dienste anbieten lassen,allein unter solchen Bedingungen, daß der König keines-wegs Lust hatte, die Freundschaft eines einzigen Mannesso theuer zu kaufen. Schinner ließ ihm sagen: Nunmehrsoll Frankreich empfinden, jpie sehr viel an einem einzigenManne gelegen seyn könne, und hiemit trat er auf Seitedes Herzogs von Mayland, des Papsts und des KäiserS.Durch seinen Einfluß und durch seine rührende Beredsam-keit brachte er's im I. i;oi dahin, daß in der Eidgenoß,schaft, zum Nachteil der französischen Anwerbungen, diePensionen bey hoher Strafe untersagt wurden. Im I-ward auf seine Vermittlung zwischen obgedachtcmKönig und zwischen den Eidgenossen Friede geschlossen;Kraft dieses Friedens siel die Grafschaft Bellenz an dieKantone Uri, Schweiz Unterwalden nid dem Wald; auchhinterhielt er die Schweizer, daß sie diesem König keineHilfötruppen zu seinem Zug nach Neapel bewilligten. ImI. hatte er die Kriegsflamme, welche zwischen Wal-lis und Savoien ausbrechen wollte, in der ersten Funke ge-löscht. Als päpstlicher Legat befand er sich im I. 1501.auf der eydgcnößifchen Tagleistung; dafelhst bewog er dieEidgenossen zu fünfjähriger Verbindung mildem . 'mischenSmle. Auf zwey verschiedenen Wegen zogen sie, zu Gun-sten des Papstes, bey 6000 Mann in Italien. Bey ihrem