Band 
Zweyter Band.
Seite
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Um so viel schneller war sein Fortgang in den Wissenschaf-ten , da er mit den glücklichsten Anlagen den größten Fleißverband, und von allen jugendlichen Zerstreuungen undSpielen weit entfernt war. Im scchszchnten Jahr seinesAlters verließ er die Welt, um sich zu Fiesoli unweit Flo-ren; bey den Augustinern einschreiben zu lassen. Durchsein Beyspiel gerührt; begab sich seine einzige Schwester,FclieitaS, gleichfalls inS Kloster. Ungrmein war über sol-che Entschliessung sein Vater erbittert. Bis anö Endeschien dieser letztere sich rächen zu wollen, indem er seinganzes Gut den Armen bestimmte und dem Sohn nichtsweiter als ein Jahrgehalt von fünfzig Gulden zurück ließ.Standhaft indeß beharrte unser Peter Martyr bey seinemEntschlüsse. Nach abgelegtem Klostergelübde, studiere ermit Eifer, theils die Rhetorick, theils die biblische AuslcgungS-kunst. Nach dreyjährigem Aufenthalt zu Fiesoli kam erfür acht Jahre lang nach Padua in das Kloster des heili-gen Johannes von Mrdara. Daselbst beschäftigte er sichmit der aristotelischen Philosophie. Vorzüglich gefiel ihm die-selbe wegen der Strenge in ihrer Methode. Um stein derGrundsprache selber kennen zu lernen, gab er sich alle Mü-he , die griechische Sprache zu studiren. Auch auf dieTheologie vcrwendte er mehrere Stunden; seinen theologi-schen Unterricht hatte er theils einem Eremiten, theils zweyDominieanern zu danken.

Nachdem er sein sechs und zwanzigstes Jahr erreichthatte, ward ihm das Predigramt aufgetragen. Mit Er-folg bekleidete er dasselbe und zwar Anfangs zu Brescia,und hernach in den vornehmsten, italiänischen Städten,zu Rom, zu Bologna, zu Pisa, zu Venedig, zu Man-tua, zu Bergamo. Hiebcy vergaß er nicht, den jungenOrdenöleuten zu Padua, zu Ravenna, zu Bologna, zuVerteil philosophische so wol als exegetische Vorlesungenzu halten. Auf Anhalten des Benedict Cusani las er an