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Zweyter Band.
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letztem Orte über dert Homer. — Sein Lieblingöstudiumindeß blieben die h. Schriften. Um die e desto besser zuversteh», nahm er noch als Superior zu Bologna Unter-richt in der hebräischen Sprache; sein Lehrmeister war

ein jüdischer Arzt, Namens Jsaac.-Nicht lange

hernach ward er zum Abt von Spolew erwählt. Sehrverdient machte er sich an diesem Orte, theils durch Wie-derherstellung der Discirlin in den Klöstern, theils durchBeylegung der bürgerlichen Unruhen. Nach dreyjähri-gem Aufenthalt ward er von dem Generalcapitel des Or-dens, als Aufseher über das Collegium des heiligen Pe-trus, nach Neapel gesendet. Hier hatte er Gelegenheit,Zwinglings und Bucers Schriften zu lesen; der Geschmackan denselben ward bey ihm durch den Umgang mit I. A.Flaminio, Joh. Valdes, Galea; Caraccioli vermehret,wesentlich erklärte er damals den i- Brief des Paulus a»die Korinthcr. Beym iz. und 14. Vers des dritten Haupt-stückes behauptete er, daß dicke Stelle nichts für das Feg-ftuer beweise. Hierauf ward er der Freyheit zu predigenberaubt. Hierüber beklagte er sich bey dem Papste, undvon diesem ward ihm die Freyheit zu lehren wieder ge-schenkt.

Wie er zu Neapel mit Zwinglings, BucerS undLuthers Schriften bekannt worden sey, findet man in ei-nem Werk, unter folgender Aufschrift! „ Sumarische Hi-storie; und wahrhaftig Beschicht von dem Leben, Lehr,Bckannrnuß vnd Ableyben Martin Luthers vnd Ioann„Caluini, auch etlich anderer ihrer Mitgehülfen und Die-» ner deß New- offenbahrten Evangcly, Erstlich aus ftan-«zösischer Sprach, durch 5 ocobum Lsins^um 8 cotum,« der heiligen Schrift Ooclorem 8orboniLllm zu Paris , ins» Latein gebracht: Anietzo aber zu gutherziger Warnung," vnd nothwendiger Erinnerung, was von solchen Lehrern»vnd andern newen Coacordisten zuhalten, auch wie sie