Die Einwohner der Marggrafschast Baden waren müde,immer nur fremde Truppen zu füttern, und selbst zu dar-ben z sie empörten sich, und wurden nur durch Gewaltder Waffen gebändigt. Die Gefängnisse von Stollhofeirwaren angefüllt mit Schultheiffcn und Bürgermeister»/ diesich weigerten, milden Truppen zur Plünderung des Vol-kes in Verbindung zu wetten. Gerecht war ihr Mieder-stand , allein die Brandschazungen waren die einzige Aus-hilfe für den ausgehungerten Soldaten. Zur Erleichte-rung der dringensten Bedürfnisse anerbot sich Erlach, seinSilbergeschirr einschmelzen zu lassen. Der Hof schicktedem Heere kaum den dritten Theil von dem, was er ver-sprochen hatte. In Philipsburg entstand eine Empörung,und zu ihrer Besänftigung bedurfte eS aller Standhastig-keit und Klugheit des Gubernawrö. Erlach schrieb anden Hof bald für das Volk, bald für die Truppen, für diebenachbarten Fürsten, zuweilen auch für die Kantone-Immer erhielt er die schmeichelhaftesten Versprechungenfür seine eigne Person, aber wenig thätliche Unterstützung»Acht Tage vor seinem Hinscheid forderten seine Regimen-ter entweder Sold oder Entlassung. Er fühlte die Billig-keit ihrer Forderung, und konnte sie doch nicht gewähren,Er starb den 26. Jenner i6§o, in seinem fünf und fünf-zigsten Jahre- Drey Tage vorher hatte ihn der Könrgzum Marschall von Frankreich ernennt. Er erfuhr dieNachricht hievon nicht mehr. Seine Wittwe bat bey Ho-fe um die 200,000. Livres, die ihm der König schuldigwar. Umsonst forderte sie die §00,000. Livres, zu derenBezahlung sich Herwart anheischig gemacht hatte. Siestarb fünf Jahre nach dem Tod ihres Gemahls. Erlachist auf feinem Guth zu Casteln begraben. In dem Euro-päischen Theater sindt man sein Bildniß mit folgenderJnnschrist:
lloc rLäise vulw, MVIILLL guem maximus bieror